Philip Seymour Hoffman: Starb er an Killer-Heroin?

Der plötzliche Tod von Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman gibt den Ermittlern offenbar ein noch größeres Rätsel auf, als bisher gedacht. Die Behörden sollen derzeit untersuchen, ob der Schauspieler eine besonders starke Art von Heroin zu sich genommen hat. Diese soll für mehrere Todesfälle in den vergangenen Wochen in Pittsburgh und entlang der Ostküste verantwortlich sein.

Am Sonntag wurde Philip Seymour Hoffman tot in seiner Wohnung im West Village, Manhattan, aufgefunden. In seinem Arm steckte noch eine Injektionsnadel. Ebenfalls aufgefunden wurde ein Beutel. Bei der darin befindlichen Substanz soll es sich um Heroin gehandelt haben. Noch ist die Todesursache unklar. Die Spekulationen, dass es sich um eine Überdosis Drogen gehandelt haben könnte, kochen jedoch über.

Weiter angeheizt wird die Gerüchteküche derzeit durch Berichte, wonach der beliebte Schauspieler eine besonders tückische Art der Droge konsumiert haben könnte. So soll derzeit dem Verdacht nachgegangen werden, es könnte sich um die starke Mischung halb Heroin und halb Fentanyl gehandelt haben. Ein Opiat, das verwendet wird, um die Schmerzen von Krebspatienten zu dämpfen. Die Polizei gehe gerade der Frage nach, ob Hoffmann tatsächlich diese Art des Stoffes erwischt habe, berichtet die Daily Mail.

Bereits seit einiger Zeit werde die Gegend von New Hampshire bis nach Washington State von rund 100 Todesfällen aufgrund einer Überdosis heimgesucht, so das Blatt weiter. Allesamt seien sie durch die gefährliche Mixtur aus Droge und starken Schmerzmitteln verursacht worden, die von Szenegängern als  ‘bud ice,’ ‘income tax’ oder ‘theraflu,’ bezeichnet werde. Die am schwersten betroffenen Staaten seien Maryland, mit mehr als drei Dutzend Todesfällen seit September, und Pennsylvania, mit fast zwei Dutzend allein diesen Monat. Die Behörden befänden sich seit Mitte Januar in Alarmbereitschaft. Denn: Die Konsumenten würden nicht erkennen, welche Mischung sie ihrem Körper zuführten. Sie spritzen sich den Stoff, die Atmung setzt aus und sie sterben binnen kürzester Zeit.

Bereits in seiner Jugend hatte der 46-Jährige mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. Mit gerade einmal 22 Jahren habe er richtig Panik bekommen, gestand er einmal in einem Fernseh-Interview. Erst im Mai vergangenen Jahres begab sich der dreifache Familienvater nach einem schweren Rückfall dann erneut in eine Entzugsklinik. Das Vorhaben schlug jedoch fehl.

Schon am Samstag soll der Schauspieler einem Nachbarn zufolge „grau und nicht gut“ ausgesehen haben. An diesem Montag soll der Leichnam des Schauspielers autopsiert werden.

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