Zentralmoschee in Köln: Brandanschlag zerstört Eingang

Auf die Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld ist an diesem Montagmorgen ein Brandanschlag verübt worden. Ein 31-jähriger Mann legte ein Feuer, das die Eingangstür demolierte. Der Täter wurde inzwischen festgenommen, verletzt wurde niemand. Über das Motiv herrscht allerdings Unklarheit.

Ein 31-Jähriger hat an diesem Montagmorgen gegen 9.15 Uhr mehrere Gegenstände vor dem Eingang der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld abgestellt und diese in Brand gesteckt. Dabei wurde die gläserne Eingangstür des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen. Was den Mann zu seiner Tat bewog ist derzeit noch nicht bekannt.

Der Täter konnte bereits wenig später von der Polizei festgenommen werden. Kurz nachdem er mit einem schwarzen BMW weggefahren war, stoppten ihn die Beamten noch auf der Venloer Straße, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Insgesamt drei Anschläge auf Zentralmoschee

Bereits in der Nacht zuvor war es  zu Sachbeschädigungen an der Moschee gekommen. Wie die Ditib mitteilt, hätten sich in der Nacht vom 02.02.2014 gegen 22 Uhr und 24 Uhr, und darauf folgend am 03.02.2014 gegen 9:00 Uhr insgesamt drei Übergriffe auf die DITIB-Zentralmoschee Köln ereignet. „Im Rahmen dieser bedauerlichen Ereignisse wurden das Einfahrtstor zur Garage mit einem Fahrzeug und später der Eingangsbereich zum Konferenzsaal mit Wurf- und Brandmaterial beschädigt. Am heutigen Tag wurden ebenfalls die zu unserem Verband gehörenden DITIB-Moscheen in Wesseling und Hürth Ziel von Brandanschlägen.“ An- und Übergriffe, Gewalt und gesellschaftliche Unruhestiftung jeglicher Art verurteile man aufs Schärfste. Auch wenn der materielle Schaden hoch sei, so vermag jedoch zu trösten, dass bei diesen Übergriffen keine Menschen zu Schaden gekommen seien. Im Augenblick wird das Haus neu gebaut und soll erst im Laufe dieses Jahres offiziell eröffnet werden.

Täter ist türkischer Staatsbürger

Über das Tatmotiv herrscht im Augenblick noch Unklarheit. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht notwendig. Es gab keine Verletzten. Dennoch vermutete Grünen-Innenexperte Volker Beck bereits eine „islamfeindliche Hasstat“ und forderte Solidarität mit der der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), berichtet Web.de. Wie report-k.de unter Berufung auf einen Polizeisprecher mittlerweile schreibt, handelt es sich bei dem Festgenommenen „um einen türkischen Staatsbürger“. Die Polizei prüfe weiter, ob der Mann für zwei Sachbeschädigungen in der vergangenen Nacht an Moscheen im Rhein-Erft-Kreis in Frage komme.

Mehr zum Thema:

Leipzig zeigt Solidarität: Fotoaktion für Toleranz und Weltoffenheit
Drohung gegen Muslime: Aufgespießte Schweineköpfe vor Moschee in Leipzig
Attentat auf Moschee vereitelt: Französische Polizei nimmt Soldaten fest

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.