Philip Seymour Hoffman: So waren seine letzten Stunden

Zwei Tage, nachdem US-Star Philip Seymour Hoffman tot in seiner New Yorker Wohnung aufgefunden wurde, gelingt es mehr und mehr seine letzten Stunden zu rekonstruieren. Nichts erschien auffällig, nichts ungewöhnlich - für Außenstehende. Bei seiner ehemaligen Lebensgefährtin schrillten bereits am Samstagnachmittag die Alarmglocken.

Nach wie vor wirkt die Nachricht vom plötzlichen Tod des Oscar-Preisträgers wie ein Schock. Noch mit einer Nadel im Arm war Philip Seymour Hoffman leblos in seinem Badezimmer aufgefunden worden. Seine Fans fragen sich: Hatte sich das Drama in den Tagen zuvor angekündigt?

Dass Hoffmann bereits in jungen Jahren mit Drogenproblemen und zu kämpfen und vor noch nicht allzu langer Zeit einen schweren Rückfall erlitt, war hinreichend bekannt. Zuletzt deutete aber wohl nichts darauf hin, dass der Schauspieler schon bald nicht mehr da sein könnte. Noch am Tag, bevor man ihn in seiner Wohnung in Manhattan fand, wurde Hoffman in seinem Lieblings-Café bei einen vierfachen Espresso gesichtet, berichtet CNN. Am Abend soll er sich noch mit zwei Freunden zum Abendessen in einem Restaurant in West Village getroffen haben. Nichts habe unüblich gewirkt – weder am Nachmittag noch am Abend.

Dennoch schrillten bei einigen schon am Samstag die Alarmglocken, so das Blatt. Aufmerksam geworden sei demnach Mimi O’Donnell, die Mutter seiner drei Kinder. In ihren Augen soll Hoffman high gewirkt haben, wie sie später der Polizei zu Protokoll gibt. Einem Passanten, der ihm auf der Straße Hallo sagte, will ebenfalls aufgefallen sein, dass er irgendwie „weggetreten“ gewirkt habe.

Im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, wo Hoffman lebte, war es üblich, ihn zu sehen. Nicht selten war der 46-Jährige mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Oft brachte er seine Kinder in die öffentliche Schule, die sie dort besuchen. Nun versucht die Polizei Stück für Stück die einzelnen Wege des Schauspielers vom vergangenen Wochenende zu rekonstruieren. Sie fahnden nach demjenigen, der Hoffmann die tödlichen Drogen verkauft hat (mehr hier).

Das Zeitgerüst wird derzeit immer dichter. Angefangen bei einem Besuch der Chocolate Bar auf der 8th Avenue am Samstagmorgen, über ein Telefongespräch mit seinem Assistenten am frühen Nachmittag, bis hin zu Mimi O’Donnell, die ihn in der Nähe seiner Wohnung sah. Die Recherchen setzen sich fort. Abendessen, ein Telefonat mit O’Donnell – noch immer soll er high gewesen sein. Das Gespräch war offenbar Hoffmanns letzter Kontakt.

Gegen 9 Uhr am Sonntagmorgen sollte er eigentlich seine Kinder abholen. Als er sich nicht blicken ließ, wurde die dreifache Mutter zunehmend nervöser. Gegen 11 Uhr bittet sie David Katz nach dem Rechten zu sehen. In Begleitung einer weiteren Person findet dieser Hoffmann tot in seinem Bad. Bereits eine halbe Stunde später ist schließlich die Polizei vor Ort.

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