Olympia 2014: Eiskunstläufer holen erstes Gold für Russland

Russlands Eiskunstläufer um Jewgeni Pluschenko haben das Land zur ersten Gold-Medaille dieser Olympischen Spiele geführt. Die triumphierten bei der Premiere des Team-Wettbewerbs und setzten sich vor Kanada und die USA.

Riesenjubel im ausverkauften Iceberg Skating Palace: Eiskunstläufer Jewgeni Pluschenko führte das Gastgeberland vor 12.000 Zuschauern zur ersten Goldmedaille in Sotschi. Für den Sportler ist es der Sieg von besonderer Bedeutung. Pluschenko ist der erste Eiskunstläufer, der bei vier Olympischen Winterspielen in Folge eine Medaille erringen konnte.

Elf Wettbewerbe lang mussten die Russen auf ihren ersten Goldregen warten. Dann war es soweit: Mit der Herren-Kür des 31-Jährigen stand der Team-Sieg Russlands bereits lange vor dem letzten Durchgang fest. Und das trotz gesundheitlicher Probleme, die seine Olympia-Teilnahme lange Zeit in Frage stellten. Sein gleich zu Anfang gezeigter Vierfachsprung überzeugte die Jury offenbar dermaßen, dass diese ihn trotz des Auslassens so mancher Schwierigkeiten in seinem Retro-Programm „Best of Pluschenko“ mit Höchstnoten überschüttete. Mit ihrer abschließenden Eistanz-Kür machte die erst 15-jährige Julia Lipnitskaia den Sporterfolg schließlich perfekt.

Unter den Augen von Russlands Präsident Wladimir Putin gelang es dem Gastgeber-Team in den drei Wettbewerbstagen für der insgesamt acht Sektionen für sich zu entscheiden. Insgesamt errang das russische Team 75 Punkte, gefolgt von Kanada mit 65 und den USA mit 60 Zählern.

„Ich bin 31 Jahre alt, das bedeutet mir alles. Es ist so viel Geschichte“, zitier die türkische Zeitung Hürriyet den Olympiasieger von 2006 und zweifachen Silbermedaillengewinner. Neben dem Schweden Gillis Grafstroem ist er der einzige Sportler, der vier Eiskunstlauf- Medaillen abräumen konnte. Grafstroem feierte seine Erfolge zwischen 1920 und 1932.

Obschon Pluschenko mit schweren Rückenproblemen zu kämpfen hatte, machte er sich offenbar mehr Sorgen um einige seiner Teamkollegen, die bislang keine Olympia-Erfahrung vorzuweisen hatten. „Das sind alle starke Eiskunstläufer. Doch einige von ihnen treten zum ersten Mal an. Deshalb war ich ein bisschen nervös“, so der Olympia-Veteran.

Die Auswahl der Deutschen Eislauf-Union (DEU) hatte sich bei den Kurzprogrammen noch achtbar geschlagen. Verfehlte allerdings mit Rang acht das Finale der besten fünf Mannschaften deutlich.

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