Falscher „Held“ für Philip Seymour Hoffman: Drogendealer hätte ihn retten können

Erst am Freitag wurde Hollywood-Star Philip Seymour Hoffman im Kreise von Familie und Freunden beigesetzt. Jetzt tritt sein vermeintlicher Drogendealer auf den Plan. Der behauptet: Er hätte den Oscar-Preisträger retten können, wenn er sich um ihn gekümmert hätte.

Die Behauptung von Robert Vineberg dürfte der Familie des verstorbenen Schauspielers Philip Seymour Hoffman das Herz zerreißen. Aus dem Gefängnis heraus erklärt der Drogendealer zwar, dem 46-Jährigen das todbringende Heroin nicht verkauft zu haben. Gleichzeitig sagt er aber auch: „Wenn ich bei ihm gewesen wäre, wäre das nicht passiert.“

Der Jazzmusiker, der in Verbindung mit Hoffmanns Tod von der Polizei verhaftet wurde, ist überzeugt davon, dass er das Drama hätte verhindern können. In einem Interview bestritt er, etwas mit den bei ihm gefundenen 73 Heroin-Päckchen zu tun zu haben. Auf die Frage, ob er ihm jemals etwas verkauft habe, verweigerte er aber die Antwort. Er betonte jedoch: „Ich hätte ihn retten können, wenn ich gewusst hätte, dass er in der Stadt ist. Ich hätte ihm gesagt: ‚Hey, lass uns zu einem AA-Treffen gehen.’“, zitiert ihn der britische Mirror. Wenn er bei ihm gewesen, wäre es nicht passiert. Nicht unter seiner Obhut.

Vineberg schätzt, dass Hoffman bis zu zehn Heroin-Päckchen am Tag konsumiert habe. Der 57-Jährige, der mit Madonna und der verstorbenen Amy Winehouse gearbeitet hat, beschrieb Hoffman als „einen normaler Kerl, der seine Kinder liebt.“

Im Dezember soll der „Hunger Games“-Star eine Sprachnachricht auf Vinebergs Telefon hinterlassen haben. Darin habe er erklärt, clean zu sein. Genau dieser Umstand habe ihn nach Ansicht Vinebergs anfälliger für eine Überdosis werden lassen. Wenn man eine lange Zeit nicht konsumiert hätte, könne der Körper einfach nicht so viel vertragen. Dass er jedoch noch mit einer Nadel im Arm gefunden wurde, zeige, dass es sich bei ihm um einen Hardcore-Süchtigen gehandelt habe.

Vineberg selbst will Hoffman zuletzt im vergangenen Oktober high in New York erlebt haben. Gemeinsam sollen sie Zeit bei Vineberg zuhause verbracht haben. Dort beschlagnahmte die Polizei in der vergangenen Woche sage und schreibe gut 300 Beutel Heroin.

Neben Vineberg wurden drei weitere Personen im Zusammenhang mit dem Tod des Schauspielers festgenommen. Er ist angeklagt wegen Heroinbesitzes und Heroinhandels.

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