Beliebtestes Touristenziel 2013: Topkapı Palast schlägt die Hagia Sophia

Fast 30 Millionen Besucher haben sich im Jahr 2013 in den Bann türkischer Museen ziehen lassen. Dem türkischen Reiseagenturenverband (TÜRSAB) zufolge stand in dieser Zeit der Topkapı Palast besonders hoch im Kurs. Der Bau konnte den höchsten Anstieg der Besucherzahlen verzeichnen und verwies damit die nicht minder bekannte Hagia Sophia auf Platz zwei.

Immense Anziehungskraft hat dem  türkischen Reiseagenturenverband (TÜRSAB) zufolge vor allem der Harem des Topkapı Palastes. Erstmals wurde hier im Jahr 2013 die magische Besucherzahl von einer Million überschritten. Insgesamt kamen 3,397 Millionen Gäste. Nach 2011 und 2012 schiebt sich nun der Topkapı Palast auf der Liste der meistbesuchtesten Museen an die Stelle der Hagia Sophia, die es auf gut 3,2 Millionen Gäste brachte.

TÜRSAB unterhält derzeit 50 Museen in der Türkei. 105 Museen und antiken Stätten wurden bisher modernisiert. Allein im Jahr 2013 kamen so Einnahmen von 263,3 Millionen Lira, umgerechnet rund 87,4 Millionen Euro. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Zogen die türkischen Museen und antiken Stätten zu Beginn des Jahrtausends rund sieben Millionen Besucher jährlich, waren es bis zum Ende des Jahres 2013 ganze 29,533 Millionen. Den Daten von TÜRSAB und dem Kultur-und Tourismusministerium zufolge, waren 69 Prozent der Besucher Ausländer und 31 Prozent türkische Staatsangehörige.

44 Prozent aller Museumsbesuche fanden im vergangenen Jahr in der Region Istanbul statt. 8,9 Millionen Menschen besuchten die Museen in dieser Gegend. Ihr folgen die Ägäis und Seldschuken mit 2,9 Millionen Besuchern. Kappadokien schafft es mit 2,5 Millionen Besucher auf Rang drei. 1,9 Millionen Besucher zog es nach Antalya, in die anatolische Region 1,2 Millionen.

Fast 75 Prozent aller Museumsbesuche liefen über Veranstalter oder über Ticket-Verkäufe an den Eingängen. Die übrigen 25 Prozent waren entweder kostenlose Besichtigungen oder liefen über so genannte Müzekarts.

Die Museen-Bericht zeigt aber auch, dass die antiken Städte an der Küste des Mittelmeeres im Jahr 2013 die niedrigste Zahl an Besuchern vorzuweisen hatten. Der wichtigste Grund dafür sind die hohen Temperaturen in der Region während der Tageszeit. Diese Orte sind entsprechend auch nicht in den Reiseprogrammen von Tourismusagenturen enthalten.

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