Berlinale Tag 7: Die Filmwelt entführt nach Argentinien

„The Third Side Of The River“ aus Argentinien und „ALOFT“ mit Jennifer Connelly und Cillian Murphy sind die Höhepunkte des siebten Tages auf der 64. Berlinale. Der südamerikanische Beitrag wurde im Wettbewerb gezeigt. Präsentiert wurde das Drama von Regisseurin Celina Murga. „ALOFT“ ist ein Film von Claudia Llosa, die 2009 für das Drama „La teta Asustuta“ den Goldenen Bären erhielt.

Ebenfalls im Fokus stand an diesem Berlinale-Tag ein Drama mit Jennifer Connelly, Cillian Murphy und Melanie Laurent.

Aloft“ ist eine Geschichte über Verantwortung und radikale Neuanfänge. Ivan (Cillian Murphy) reist in Begleitung einer jungen Dokumentarfilmerin (Melanie Laurent) immer tiefer in eine unbekannte, von Schnee und Eis gezeichnete Landschaft. Durch ein geheimnisvolles Netz von Rückblenden und rätselhaften Bildern enthüllt der Film die Gründe.

Als Ivan ein kleiner Junge ist, arbeitet seine Mutter Nana (Jennifer Connelly) auf einer Farm. Daneben widmet sie sich Tag und Nacht Ivans kleinem Bruder Gully, der durch eine Krankheit geistig verfällt. Die Mutter verlangt, dass Ivan dem Bruder immer zur Seite steht. Doch der verharrt trotzig in seiner eigenen Welt, in der er die Flugmanöver seines Falken Inti verfolgt. Eines Tages lässt sich ein Heiler im Ort nieder. Durch ihn entdeckt Nana ihre eigene heilende Kraft. Die beiden bauen Zelte aus Ästen und helfen fremden Kindern, gesund zu werden. Als sein Falke von einem Anwohner erschossen wird, wächst Wut in Ivan gegen die Wunderheiler. Durch einen tragischen Unfall wird Nanas Familie schließlich auseinandergerissen.

Jahre später, der Film schildert wieder die Gegenwart, macht Ivan sich auf die Suche nach seiner Mutter. Er ist jetzt selbst Vater und besitzt eine Falkenfarm. Nana soll am Ende eines gefrorenen Sees ihr Zelt aufgeschlagen haben. Ob das Eis zwischen Mutter und Sohn schmelzen wird?

Regisseurin Claudia Llosa erzählt die Geschichte einer zerrissenen Beziehung zwischen Mutter und Sohn, die in die Tiefe geht. Jennifer Connelly überzeugt durch ihre Rolle die Zuschauer und auch Cillian Murphy spielt seine Rolle sehr glaubwürdig. Wunderbar auch die Französin Melanie Laurent. Ein Film, der mit rätselhaften Bildern arbeitet und den Zuschauern zum mitdenken animiert. Der Film ist ein Geheimfavorit für den Bären!

Zu der Pressekonferenz kam Regisseurin Claudia Llosa mit den Hauptdarstellern Jennifer Connelly, Cillian Murphy und Melanie Laurent. Nebendarsteller William Shimell und die Produzenten Jose Maria Morales, Ibon Cormenzana und Mark Johnsan waren ebenfalls dabei.

Jennifer Connelly erzählte, dass sie nach dem Lesen des Drehbuchs unbedingt dabei sein wollte. Sie habe ein sehr starkes Gefühl zu diesem Stoff entwickelt. „Ich fand das sehr außergewöhnlich und dass die Figuren sehr vielschichtig und menschlich sehr dreidimensional waren. Ich habe mich in die Rolle verliebt und von da an wollte ich mitmachen“, so Jennifer. Cillian Murphy hatte übrigens die gleiche Erfahrung gemacht.

Nach Ansicht von Regisseurin Claudia Llosa leben wir heute in einer Zeit voller Zweifel. Wir haben kein Vertrauen ineinander und wissen nicht, an was wir glauben sollen. Die Geste einer Vergebung ist schon ein Wunder auf dieser Welt. Sie wollte auch zeigen, wie wichtig die Natur für den Menschen während eines Heilungsprozess sei.

Kamuran Egri

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