Korruptionsskandal: Sohn von Erdoğan sagt bei Staatsanwaltschaft aus

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Sohn des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdoğan, Bilal Erdoğan, nun offenbar doch eine Aussage bei der Staatsanwaltschaft abgegeben. Das er willens dazu sei, hatte der 34-Jährige bereits Ende Januar angekündigt.

Der im Zuge des Korruptionsskandals ebenfalls in Bedrängnis geratene Sohn des türkischen Premiers, Bilal Erdoğan, hat sich nun wohl doch den Fragen der Staatsanwaltschaft gestellt. Der Leiter der Jugend- und Bildungsstiftung (TÜRGEV) sagte aus, nachdem diese ausgetauscht worden war.

Bilal Erdoğans Gang zur Staatsanwaltschaft soll mittlerweile bereits einige Zeit zurückliegen. Der türkischen Zeitung Hürriyet zufolge, sei er schon am 5. Februar zur Aussage erschienen.

Bilal Erdoğan streitet alle Vorwürfe ab

Erdoğans Aussage sei von den Staatsanwälten İsmail Uçar, Fuzuli Aydoğdu, İrfan Fidan und Murat Çağlak aufgenommen worden. Bestätigt wurde der Vorgang auch durch seinen Anwalt, Ahmet Özel. Gleichzeitig habe der jedoch herausgestellt, dass sein Mandant alle gegen ihn gerichteten Vorwürfe abgestritten habe. Nach Ansicht des Juristen handle es sich bei den Anschuldigungen um eine bewusste Verleumdungskampagne, die aufgrund seiner Bekanntheit gegen ihn gestartet worden sei. Zudem seien die vermeintlichen Beweise gegen seinen Mandanten auf illegalem Wege zusammengetragen worden.

Bereits im Dezember gab es Gerüchte, wonach auch der Sohn des türkischen Premier Minister Recep Tayyip Erdoğan in den Korruptionsskandal verstrickt sein könnte. Ende Januar ging Bilal Erdoğan schließlich in die Offensive. Wenn es nötig sei, könne ihn die Staatsanwaltschaft jederzeit zur Vernehmung vorladen, kündigte der 34-Jährige an (mehr hier). Kurz zuvor nahm Recep Tayyip Erdoğan seinen Sohn in Schutz. Es kursierten Gerüchte, wonach er sogar das Land verlassen haben soll. Der Premier sprach von einer „Schmutzkampagne“ der Opposition.

„Sie wollen meinen Sohn, aber sie meinen mich!“

Bilal Erdoğan war ins öffentliche Interesse gerückt, nachdem vermeintlich düstere Geschäfte mit bekannten Geschäftsleuten wie dem Bau-Tycoon Ali Ağaoğlu bekannt wurden. Dieser gehört zu den Hauptverdächtigen im Korruptionsskandal (mehr hier). Nur knapp war er Ende des Jahres einer Verhaftung entgangen. Vorgeworfen wurden ihm Untreue, Ausschreibungsmanipulation und Machtmissbrauch des Vaters, um lukrative Geschäfte zu vermitteln. Verhindert werden konnte das nur durch das Eingreifen seines Vaters. Recep Tayyip Erdoğan erklärte vor Vertretern seiner Partei: „Sie wollen meinen Sohn, aber sie meinen mich!“ (mehr hier).

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