Pogrom gegen Muslime in Bulgarien: Polizei nimmt 120 Personen fest

In Bulgarien haben Bürger eine Moschee angegriffen. Sie protestierten gegen eine mögliche Rückgabe der Moschee an die Muslime. Zuvor wurde das Gotteshaus vom Staat enteignet.

In Bulgarien ist es zu einem Pogrom gegen die türkisch-muslimische Gemeinschaft gekommen. Ort des Geschehens war die Stadt Plowdiw.

Hunderte Personen hatten am Freitag versucht eine Moschee zu stürmen. Die Fenster der Moschee wurden mit Steinen beworfen und zerstört. Bei den Angreifern handelt es sich um verschiedene islamfeindliche Gruppen. Nur der Einsatz der bulgarischen Sicherheitskräfte konnte Schlimmeres verhindern.

Unter den Verletzten sollen sich auch Polizisten, unbeteiligte Passanten und Rechtsnationalisten befinden, berichtet der Standard.

Zuvor fand eine Demonstration von etwa 2000 Bulgaren statt, die die Rückgabe einer staatlich enteigneten Moschee verhindern wollten.

Das türkisch-amerikanische Nachrichtenportal TURKISHNY berichtet, dass sich unter den Angreifern auch Hooligans befanden. Sie sollen aus den Städten Sopot und Karlowo angereist sein, um an dem gewaltsamen Protest teilzunehmen.

Mehr zum Thema:

Mangelnde Sorgfalt in Bulgarien: Osmanisches Erbe ist in Gefahr
Bulgarien-Wahl: Türken-Partei erringt 33 Parlamentssitze
Bulgarien blockiert Grenze zur Türkei: Hunderte LKWs warten auf die Überfahrt

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.