Plötzliche Herzattacke: 21-jähriger Türke stirbt bei Taekwondo-Wettkampf in Ägypten

Während eines Taekwondo-Turniers im ägyptischen Luxor ist es am Wochenende zu einem dramatischen Zwischenfall gekommen. Ein erst 21 Jahre alter türkischer Athlet starb an einem Herzinfarkt. Anzeichen für eine Erkrankung hatte es im Vorfeld offenbar nicht gegeben.

Schock für die türkische Taekwondo-Szene. Bei einem Turnier in Luxor verstarb am Samstag einer ihrer Top-Athleten. Der junge Mann erlitt während des Wettkampfes einen Herzinfarkt. Die Ärzte im Krankenhaus konnten ihm nicht mehr helfen.

Ramazan Ercin von der türkischen Taekwondo-Vereinigung hat den Vorfall inzwischen bestätigt. Ihm zufolge sei Seyithan Akbalik während des Wettkampfs gegen einen slowenischen Sportler zusammengebrochen. Ercin zufolge sei Akbalik ins Krankenhaus gebracht worden, wo er schließlich verstarb.

Akbalik hatte an den Luxor Open in der Klasse bis 63 Kilogramm teilgenommen. Die türkischen Athleten hofften hier Punkte zu sammeln, um sich für die Olympischen Spiele in Rio 2016 zu qualifizieren. Der Verstorbene gehörte zu einem Kader von insgesamt 13 Athleten. Auf dem jungen Mann ruhten große Hoffnungen: „Seyithan war ein erfolgreicher Sportler, der Jugend-Europameister war“, zitiert Yahoo Sports Ercin. „Wir sind sehr traurig.“

Sein Leichnahm wurde per Flugzeug in die Türkei überstellt.

Auch der plötzliche Tod des erst 26-jährigen Eskişehirspor-Spielers Ediz Bahtiyaroğlu infolge eines Herzinfarkts schockierte im Sommer 2012 die Öffentlichkeit. Sein Fall warf Fragen auf, wie gut die Gesundheit von Athleten in der Türkei eigentlich überwacht wird. Es wurden Forderungen nach einer intensiveren Fürsorge für Laien- als auch Profisportler laut (mehr hier).

Prof. Emin Ergen, Vorstand des Türkischen Olympischen Kommitees (TMOK), erklärte, dass man künftig eine breite Palette an Vorsorgeuntersuchungen anbieten sollte, die sich auch an Amateursportler richteten. Angesprochen auf den Herzanfall von Bahtiyaroğlu, gab er jedoch zu verstehen, dass derartige Herzprobleme, die zum Tod führen, nur schwer erkannt werden könnten. „Leider ist das nicht der erste Fall und wird auch nicht der letzte sein“, machte Ergen damals deutlich. Es bedürfe detaillierter und spezieller Tests, um solche Herzprobleme zu diagnostizieren.

„Jeder Athlet durchläuft in der Türkei routinemäßige medizinische Tests, aber Tests  beinhalten keine ausführlichen Tests am Herzen. Deshalb bleiben die meisten vererbten Herzprobleme auch unerkannt. Amateur- wie Profisportler sollten genauer überwacht werden. Ich glaube nicht, dass wir ein gutes medizinisches Scanning-System haben.“

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