Vorwurf aus den USA: Adenauer-Stiftung bezahlt Demonstranten

Die Ukraine steht am Rande eines Bürgerkriegs. Verfeindete Demonstranten setzten Waffen gegeneinander ein. Ein ehemaliger Reagan-Vertrauter sagt, dass die Konrad Adenauer Stiftung die Janukowitsch-Gegner bezahle. Doch auch Washington soll Demonstranten auf der Gehaltsliste haben.

Nach Angaben des ehemaligen Vize-Schatzministers der Regierung Ronald Reagans, Paul Craig Roberts, sollen deutsche Steuergelder an die Anti-Janukowitsch-Fraktionen fließen. Ein schwerer Vorwurf.

Dies gehe aus Leserbriefen und vertraulichen Quellen aus der Region hervor, die Roberts zugesendet wurden, schreibt er in einem Artikel.

Einer der Informanten schreibt an Roberts:

„Meine Frau, eine ukrainische Staatsbürgerin, hat wöchentlich Kontakt zu ihren Eltern und Freunden in Zhytomyr in der Nordwest-Ukraine. Diese berichten, dass die meisten Demonstranten durchschnittlich 200–300 Grivnaerhalten. Das entspricht etwa 15-25 Euro. Des Weiteren hörte ich, dass eine der aktivsten Agenturen und `Zahler´ auf Seiten der EU die deutsche `Konrad Adenauer-Stiftung´ sei. Die steht im engen Zusammenhang zur CDU, also Frau Merkels Partei.“

Nicht alle seien bezahlt. Viele der Demonstranten seien „leichtgläubige Tölpel“, die gegen die korrupte Janukowitsch-Regierung demonstrieren würden, so Roberts. Doch die EU habe nicht das Recht, den Zeigefinger auf Janukowitsch zu richten.

Am 3. Februar veröffentlichte der EU-Kommissar für innere Angelegenheiten einen Bericht, wonach das Korruptions-Volumen innerhalb der EU jährlich 162,2 Milliarden US-Dollar beträgt. In diesem Zusammenhang nennt Roberts die Demonstranten in der Ukraine „Dummköpfe“. Denn sie verschließen ihre Augen vor der Realität. Die EU sei kein sauberer Verein, sondern korrupter als die Regierung in Kiew.

Doch auch die USA seien tief verstrickt in die bürgerkriegsähnlichen Zustände in der Ukraine. Die US-Diplomatin Viktoria Nuland sei eine neokonservative „Russenhasserin“. Die Ukraine soll für die USA erschlossen werden, um Raketenbasen gegen Russland zu errichten.

Amerika soll in den vergangenen Jahren insgesamt fünf Milliarden US-Dollar in ein „Netzwerk“ investiert haben , um US-Interessen in der Ukraine durchzusetzen.

Roberts bezieht sich an dieser Stelle auf eine Rede Nulands, die sie im vergangenen Dezember auf einer Veranstaltung der US-Ukraine Foundation in Washington gehalten hatte. Die Hauptsponsoren der Veranstaltung waren die Mineralölkonzerne Chevron und Exxon Mobile.

Russland hat in der Ukraine-Krise bisher keine rabiaten Schritte unternommen. Doch nach den Olympischen Spielen könnte sich das ändern. Aktuell muss Putin noch stillhalten.

Mehr zum Thema:

Stratfor: Deutschlands neue Außenpolitik ist „schamlos“
Gewalt und Krawalle: Das sind die Bilder aus der Ukraine
Bürgerkrieg in der Ukraine: Russland macht EU verantwortlich

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.