Bei Bursaspor brennt die Luft: Team von Christoph Daum trainiert unter Polizeischutz

Der Geduldsfaden der Bursaspor-Anhänger über die schlechten Resultate der letzten Wochen ist gerissen. Die Mannschaft von Christoph Daum trainiert mittlerweile unter Polizeischutz. Gegen Rizespor schaffte das Team am Freitagabend dann aber doch ein 2:0.

Ausnahmezustand in Bursa: Nach der erneuten Niederlage bei Besiktas am vergangenen Spieltag (0:1) wurde die Mannschaft bei der Rückkehr aus Istanbul von wütenden Fans empfangen. Im Zentrum der Kritik: Trainer Christoph Daum und Vereinspräsident Erkan Körüstan, die für die Erfolgslosigkeit der Grün-Weißen verantwortlich gemacht werden. Zu allem Überfluss kommt hinzu, dass Publikumsliebling Pablo Batalla auf Grund von internen Machtkämpfen zwangsweise nach China verkauft werden musste.

Von der Meisterschaft ist schon lange keine Rede mehr

Zu Saisonbeginn noch eigenständig zum Meisterschaftskandidaten auserkoren, lässt sich der Leistungsabfall Bursaspors auch in Zahlen belegen. Mit lediglich drei Heimsiegen gelten die „Krokodile“ mittlerweile alles andere als heimstark, auch auswärts ist die Bilanz mit lediglich vier Siegen ausbaufähig. Dass der Trainerwechsel von Hikmet Karaman zu Christoph Daum bislang keine Früchte trägt, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Die beste Saisonplatzierung für die Grün-Weißen war ein enttäuschender 8. Platz (zuletzt 18. Spieltag), seit Wochen befindet sich das Team von Trainer Daum im Niemandsland der Tabelle.

Fans auf den Barrikaden

Nur ein Sieg aus den letzten fünf Ligabegegnungen, dazu die 0:6-Schmach bei Galatasaray hat bei den Bursaspor-Anhängern das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Fans der „Krokodile“ fordern mittlerweile mehrheitlich den Rauswurf bzw. die Absetzung von Vorstand und Trainer.

Der Halbfinaleinzug im Ziraat Türkiye Kupasi ist dabei nur ein heißer Tropfen auf dem kalten Stein, mit Galatasaray hat man im Pokal den stärksten Kontrahenten im Wettbewerb gezogen. Umso mehr stand die Elf von Christoph Daum, die unter der Woche unter Polizeischutz trainieren musste, am Freitagabend gegen Rizespor unter Druck.

Vielleicht kam die Zuschauersperre gegen den wiedererstarkten Aufsteiger sogar gerade Recht. Ein weiterer Punktverlust vor eigenem Publikum hätte die nächste Eskalationsstufe des Protestes heraufbeschwören können. Am Ende schaffte die Mannschaft dann aber doch ein 2:0.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFubol.

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