Ramadan vor Fußball: Türkisches Fernsehen beschneidet WM-Übertragung

Der staatliche türkische TV-Sender TRT setzt klare Grenzen bei der Übertragung von Spielen von der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Begegnungen, die mit Sendungen zum Fastenbrechen während des Ramadans zusammenfallen, haben das Nachsehen. Das teilte der stellvertretende türkische Premier Bülent Arınç mit.

Türkische Fußballfans dürften über die jüngste Ankündigung der Regierung nicht gerade erfreut sein. Spiele während der Fußball-WM in Brasilien, die mit dem Fastenbrechen zusammenfallen, werden nicht vom staatlichen TV-Sender TRT übertragen. Wer die Rechte dafür erhält, ist derzeit noch unklar.

Verhandlungen mit anderem Privatsender laufen

Vorausgegangen war der Angelegenheit eine parlamentarische Anfrage der Oppositionspartei CHP. Deren stellvertretender Vorsitzender Sezgin Tanrikulu wollte wissen, ob der staatliche TV-Sender TRT die Rechte an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 einer anderen Anstalt übertragen würde. Daraufh hin gab Arınç bekannt, dass der Hauptsender TRT 1 nicht alle Viertelfinal-Begegenungen übertragen werde, da einige mit dem Fastenbrechen zusammenfielen.

Er fügte jedoch hinzu, dass TRT die Übertragungsrechte durchaus anderweitig vergeben werde. Entsprechende Gespräche würde derzeit stattfinden, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Tanrıkulu Frage, warum TRT keine anderen Kanäle der Sendeanstalt wie etwa TRT Haber, TRT 3 oder TRT HD in Betracht gezogen habe und sich stattdessen nach einem anderen Privatsender umsah, blieb jedoch unbeantwortet.

Türkische Elf scheiterte an Holland

Der heilige Fastenmonat Ramadan findet 2014 vom 28. Juni bis zum 27. Juli statt. Die Weltmeisterschaft in Brasilien beginnt am 12. Juni und endet mit dem Finale am 13. Juli. Für die türkische Nationalmannschaft platzte der Traum von einer WM-Teilnahme bereits im vergangenen Oktober. Im Istanbuler Sükrü Saracoglu Stadion musste die türkische Elf gegen die Niederlande eine 0:2-Niederlage einstecken. Dadurch rutschte die Türkei mit 16 Punkten in der Gruppe D hinter Rumänien (19) ab. Rumänien konnte sich durch ein 2:0 gegen Estland den Play-off-Platz sicherte. Auch Ungarn schob sich durch ein 2:0 gegen Andorra noch vor die Türkei auf Platz drei.

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