Krise in der Ukraine: Jetzt lässt Putin die Einsatzbereitschaft seiner Militärs testen

Die Situation in der Ukraine spitzt sich weiter zu. Der russische Präsident Waldimir Putin hat eine Überprüfung der Einsatzbereitschaft seines Militärs im Zentrum und Westen Russlands für diesen Mittwoch angeordnet. Bereits in den vergangenen Tagen wurde angedeutet, dass man die russischsprachige Bevölkerung auf der Krim beschützen werde.

Die von Wladimir Putin angeordnete Überprüfung der Einsatzbereitschaft der Truppen soll auch für Einheiten gelten, die sich mit Sicherheits- und Terror-Problemen befassen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu zufolge seien Bodentruppen, Luftwaffe, Luftlandetruppen und Raumfahrt involviert.

Putin habe laut Schoigu den Test angeordnet, „um die Kampfbereitschaft der Truppen in Krisensituationen, die die militärische Sicherheit des Landes bedrohen“, zu überprüfen. Im Blick habe man darüber hinaus Terrorbedrohunge, gesundheitliche, epidemiologische und technogene Szenarien, berichtet Russia Today. Eine konkrete Erwähnung der Ukraine gibt es nicht.

Nach Angaben des Verteidigungsministers werde der Test in zwei Stufen vom 26. Februar bis 3. März durchgeführt. Nach einer zweitägigen Alarmbereitschaft soll das eigentliche Manöver dann unter Beteiligung von Russlands Nord- und Ostseeflotte sowie der Luftlandeeinheiten und Transportflugzeug-Geschwader durchgeführt werden.

Test könnte Spannungen weiter verschärfen

Eine Prüfung wie diese sei RT zufolge jedoch nicht ungewöhnlich. Auch 2013 habe Putin mehrmals kurzfristig Manöver und Überprüfungen angeordnet. Die spannungsgeladene Situation könnte ein solches Vorgehen aber dennoch weiter anheizen.

Erst am Dienstag gab es Berichte, wonach das große russische Landungsschiff Nikolai Filchenkov mit mindestens 200 Soldaten an Bord vor der Krim-Küste aufgetaucht sein soll. Darüber hinaus mindestens vier weitere Schiffe mit einer unbekannten Anzahl von Spezialeinheiten an Bord, die vom russischen Hafen von Anapa gekommen sein sollen. Daneben gab es Gerüchte, wonach eine Truppenverlegung aus Temrjuk bereits in vollem Gange sei (mehr hier).

Bereits vor einigen Tagen wurde aus russischen Regierungskreisen bekannt, dass Russland offenbar bereit ist, einen Krieg über die Krim-Region in der Ukraine zu führen, um die dort lebende russische Bevölkerung und dort stationierten Militärs zu schützen (mehr hier). Das Land ist in Sorge, dass die Ukraine an den aktuellen Unruhen zerbricht. Die Krim gehört erst seit 60 Jahren zur Ukraine. Es gab bereits Beratungen über eine Rückkehr zur Russischen Föderation.

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