Holländisches Erfolgsformat: „Big Brother”-Erfinder verkauft „Utopia” in die Türkei

Eine US-Version der niederländischen Reality-Show „Utopia” von „The Voice”-Produzent John de Mol ist bereits am Entstehen. Nun soll offenbar auch das türkische Publikum einen Abklatsch des umstrittenen Formats bekommen.

Der niederländische Produzent von „Big Brother” hat offenbar einen Deal mit dem türkischen Fernsehsender TV8 eingetütet. Der Sender soll nun eine türkischsprachige Version von „Utopia” produzieren.

John de Mol und seine Talpa Media Holding haben bereits einen Deal mit Fox in den USA unterzeichnet, um das Format auf den US-amerikanischen Markt zu bringen, so das Portal Hollywood Reporter. Noch in diesem Jahr soll „Utopia” demnach in den Vereinigten Staaten auf Sendung gehen. Die Fox-Version wird von Talpa Media USA produziert. Acun Medya, die türkische Produktionsfirma von Buckel Acun Ilicali, wird die türkische Version produzieren. Das Unternehmen ist bereits für die türkischen Ableger von „The Voice” und „The Voice Kids” zuständig.

Neue Gesellschaft aus eigener Kraft erschaffen

Erst Anfang Januar feiertes das Format in den Niederlanden auf SBS6 Premiere. Die Idee klingt reizvoll und fragwürdig zugleich. Eine kleine Gruppe von nur 15 Kandidaten wird für ein ganzes Jahr 30 Kilometer entfernt von Amsterdam von der Außenwelt isoliert. In dieser von der Gesellschaft entrückten Situation sollen sie nun ihre eigene, neue Gesellschaft aufbauen.

Zur Verfügung steht ihnen auf dem vom Äckern umgebenen Gelände nicht viel. Gewohnt wird in einem einfachen Hangar, es gibt einen Wasser- und einen Stromanschluss. Dazu ein paar Hühner und zwei Kühe. Die Herausforderung: Das Miteinander muss von Grund auf organisiert werden. Die Kandidaten müssen jedoch nicht nur untereinander harmonieren, sondern sich auch selbst versorgen. Das hierfür zur Verfügung stehende Jahresbudget ist fix.

Beobachtung der Kandidaten in „Big Brother”-Manier

Gefilmt wird auch hier ganz in der  „Big Brother”-Manier rund um die Uhr. Im TV kann das Publikum werktags eine halbe Stunde täglich reinschauen. Online ist das permanent möglich. Und auch hier können Teilnehmer ganz im Stil des bereits bekannten Formates herausgewählt werden. Für den Macher der TV-Show ist das Ganze natürlich rein wissenschaftlich: Er selbst bezeichnet die Sendung als soziales Experiment.

Mit einem entsprechenden Geschäft für ihn selbst, zumindest zunächst: In den Niederlanden startete die Sendung mit Rekordquoten. Doch die Ernüchterung folgte schnell. Bereits im Februar meldete Quotenmeter, dass de Mol die Zuschauer weglaufen würden.

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