AY YILDIZ bietet Deutsch-Türken Praktika bei Top-Unternehmen an

Der Mobilfunkanbieter AY YILDIZ fordert und fördert Schüler mit Migrationshintergrund. Im Rahmen einer Bildungskampagne werden Praktikumsplätze bei Unternehmen und Institutionen angeboten. Dazu fand in Berlin eine Veranstaltung statt. Zu den Gästen der AY YILDIZ-Veranstaltung gehörten unter anderem die Schauspieler Denis Moschitto, Adnan Maral und Idil Üner. Doch auch Sänger Erci E und der Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu waren anwesend.

Die E-Plus-Tochter AY YILDIZ führt aktuell eine Bildungskampagne für deutsch-türkische Jugendliche durch. Sie trägt den Namen „Mein Beruf – Meine Zukunft. Benim Mesleğim – Benim geleceğim“.

Die Kampagne richtet sich an Schüler der 9. bis 12. Klasse. Das Projekt hat ihren Anfang zunächst in Berlin genommen. Insgesamt 26 Top-Unternehmen, Organisationen und öffentliche Institutionen nehmen an der Kampagne teil. Sie bieten den türkischstämmigen Jugendlichen Praktikumsplätze zur Berufsorientierung an. Kooperationspartner von AY YILDIZ ist Metropol FM. Weitere Informationen sind auf der Projekt-Webseite erhältlich. Interessierte Unternehmen können sich in Kontakt mit AY YILDIZ setzen.

Am Mittwochabend fand in Berlin eine Veranstaltung zur AY YILDIZ-Kampagne statt. Es waren unter anderem der Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu, die Schauspieler Adnan Maral, Denis Moschitto, Idil Üner und Bülent Sharif anwesend. Moderiert wurde die Veranstaltung vom deutsch-türkischen Journalisten Ali Aslan. Für die musikalischen Einlagen war der Musiker und Produzent Erci E zuständig. Doch auch die Sängerin Bahar Kizil trat auf.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion berichteten die Gäste über vorsätzliche Ungleichbehandlungen im deutschen Schulsystem. So haben eine Reihe der Gäste die Erfahrung gemacht, dass Kinder mit Migrationshintergrund trotz guter Noten nicht auf Gymnasien zugelassen werden. Willkürliche Entscheidungen des Lehrpersonals seien ausschlaggebend.

Viele von ihnen mussten mit ihre Karrieren in den Hauptschulen beginnen. Ähnlich sollte es auch Denis Moschitto ergehen. Doch er sagte, dass nur der Einsatz seiner türkischen Mutter ihn gerettet habe. „Ich habe meiner Mutter sehr viel zu verdanken“, so Moschitto.

Adnan Maral sagte, dass die negativen Erfahrungen mit dem Lehrpersonal nicht zur Resignation führen dürfen. Die Jugendlichen und ihre Eltern müssen sich aktiv einbringen. Das Leben bringe eine Reihe von Hürden mit sich. Wichtig sei es, diese Hürden zu überwinden.

Rudolf Porsch von der Axel Springer Akademie sagte, dass er immer wieder auf eine Reihe von talentierte und qualifizierte Deutsch-Türken treffe, die in schlecht bezahlten Berufen arbeiten.

Das liege auch daran, dass die Menschen sich von den negativen Erfahrungen abgeschreckt fühlen. Doch das dürfe nicht das Credo sein. „Ihr müsst eure Rechte auch offensiv einfordern und nicht darauf warten, dass sich etwas ändert“, so Porsch.

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