Angst vor Wettbewerb: EU behindert Forellen-Import aus der Türkei

Die EU-Kommission möchte den Import von türkischen Forellen drosseln. Sie hat ein Verfahren gegen elf türkische Firmen eingeleitet und wirft denen Wettbewerbsverzerrung vor. Doch die Türkei ist der größte Forellen-Produzent Europas. Vor allem in Deutschland werden türkische Forellen gerne gegessen.

Der Türkei ist aktuell der größte Forellen-Produzent Europas. Im vergangenen Jahr exportierten türkische Firmen Forellen im Wert von 85 Millionen US-Dollar in den Weltmarkt. Doch die EU-Kommission ist offenbar kein Freund des Wettbewerbs. Prompt hat sie ein Antidumping- und Antisubventionsverfahren gegen elf Firmen von der türkischen Ägäis-Küste eingeleitet.

Um eine Schädigung der EU-Produzenten zu verhindern, kann die EU gegen Länder, die unter Einsatz von wettbewerbsverzerrendem Dumping oder verbotenen Subventionen in die Gemeinschaft liefern, ein System von Antidumping-und Antisubventionsmaßnahmen einsetzen, berichtet die Wirtschaftskammer Österreich.

Das Mitglied des Rats der Meeresfrüchte-Exporteure der Ägäis, Sinan Kızıltan, sagte der Zeitung Yeni Asır:

„Die EU eröffnet immer wieder Verfahren, wenn es um den Import von Forellen geht. Die Türkei ist der größte Produzent Europas. Wir glauben, dass die EU-Kommission erfolglos sein wird. Trotzdem werden wir die besten Anwälte Belgiens damit beauftragen, uns zu verteidigen.“

Zuvor hatte der Landwirtschafts-Minister Mehdi Eker gesagt, dass der wichtigste Exportmarkt für türkische Forellenproduzenten Deutschland sei, berichtet Haber X.

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