SMS, Telefon und Co.: Türken geben Milliarden für Kommunikation aus

Die türkischen Bürger haben im Jahr 2013 mehr als 32 Milliarden türkische Lira, umgerechnet 10,25 Milliarden Euro, für Kommunikation ausgegeben. Das mit 80 Prozent größte Stück vom Kuchen teilten allerdings die vier größten Telekommunikationsunternehmen unter sich auf.

Einem aktuellen Bericht der türkischen Regulationsbehörde für Informationstechnik und Kommunikation (BTK) konnten sich die Umsätze in der hiesigen Kommunikationsbranche im Jahr 2013 um 7,26 Prozent steigern. Für Telefon, SMS und Datennutzung gaben die Bürger ganze 32,3 Milliarden Lira aus.

Dominiert wurde die Branche von ihren vier vier führenden Playern, Festnetzbetreiber Türk Telekom und Mobilfunkbetreiber Turkcell , Vodafone und Avea. Ihre Einnahmen kletterten von 23,8 Milliarden Lira im Jahr 2012 auf nun 25,9 Milliarden, als etwa 8,3 Milliarden Euro, im darauffolgenden Jahr. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

Den Löwenanteil von 28,25 Prozent der Gesamteinnahmen generierte Turkcell. Auf Platz zwei folgt die Türk Telekom mit 22,41 Prozent. Mit 17,76 Prozent schaffte es Vodafone auf Rang drei. Auch den übrigen Akteuren im Kommunikationsgeschäft ist es gelungen, ihre Umsätze etwas zu steigern. Sie wuchsen um 1,1 Prozent auf 6,36 Milliarden Lira, rund zwei Milliarden Euro.

Der BTK zufolge ist das Festnetz -und Mobiltelefonverkehrs-Volumen im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen. Ganze 202.6 Milliarden Minuten verbrachten die Türken 2013 mit den diversen Diensten. 17,7 Milliarden Gesprächsminuten liefen über das Festnetz. Das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg das Anrufvolumen auf Mobiltelefonen um 9,5 Prozent an. Hier wurden 185.9 Milliarden Minuten verquatscht.

Die Türkei gilt bereits seit den vergangenen beiden Jahren das das europäische Top-Land der Kommunikation. Es ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte (mehr hier). Auch 2013 konnte das Land den Schwung beibehalten. Die  durchschnittliche monatliche Telefongesprächsdauer stieg um 7,8 Prozent auf 330 Minuten. Mittlerweile  ist jedoch ein Rückgang im SMS-Messaging-Datenverkehr zu verzeichnen. Der einfache Grund ist die zunehmende Verbreitung von Online-Messaging-Medien. Die sonst ordenteliche SMS-Steigerungsrate von 8,3 Prozent stürzte im vergangenen Jahr auf 1,57 Prozent. Insgesamt wurden rund 177,6 Milliarden Texte während des ganzen Jahres ausgetauscht. Der türkische Nachwuchs verbringt heutzutage mehr Zeit mit seinen Mobiltelefonen als vor dem TV (mehr hier).

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