Krise in der Ukraine: Bulgarien plant Verbindungsgaspipeline mit der Türkei

Bulgarische Vertreter sind zu Besuch in der Türkei, um Pläne für den Bau einer Verbindungsgaspipeline zwischen den beiden Ländern zu erörtern. Diese soll ungefähr 114 Kilometer lang und in zwei Jahren fertig sein. Bulgarien erhofft sich, so seine Erdgas-Quellen erweitern zu können.

Derzeit kommen mindestens 25 Prozent des europäischen Gases aus Russland. Viele europäische Staaten verlassen sich völlig auf diese Einfuhren. Auch Bulgarien erhält derzeit rund 90 Prozent  seines Erdgases aus Russland. Doch hier ist man besorgt, dass der aktuelle Konflikt in der Ukraine die Gas-Versorgung unterbrechen könnte.

Aus diesem Grund ist derzeit ein Team aus Fachleuten samt Vertretern des bulgarischen Ministeriums für Wirtschaft und Energie in der Türkei, um über eine Gas-Pipeline-Verbindung zwischen den beiden Ländern verhandeln. Planung un Bau dieses Projekts sollen, ginge es nach ihnen, so schnell als möglich vonstatten gehen. Das berichtet das Nachrichtenportal energyglobal.com.

Bereits im Februar kündigten Stoynev Dragomir, der bulgarische Minister für Wirtschaft und Energie, und der türkische Energieminister Taner Yildiz an, dass eine solche Pipeline ene bedeutende Rolle bei der Diversifizierung der Gaslieferungen spielen würde.

Derzeit scheint die Situation aber umso drängender. Die Lage in der Ukraine, insbesondere auf der Halbinsel Krim, könnte sich nach einem Referendum am Sonntag durchaus verändern. Schon jetzt kündigte der selbst ernannte Regierungschef der Krim, Sergej Aksjonow, an, dass das ukrainische Öl-und GasunternehmenTschernomorneftegas nach einem Beitritt zu Russland beschlagnahmt werden soll. Daneben sollen noch weitere ukrainische Kraftwerke verstaatlicht werden (mehr hier).

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