Verkehrs-Statistik 2014: Mehr als 18 Millionen Fahrzeuge rollen über türkische Straßen

Die Zahl der auf den Straßen in der Türkei zugelassenen Fahrzeuge hat im Januar 2014 die 18 Millionen-Marke überschritten. Insgesamt 124.291, darunter sowohl neue als auch alte Fahrzeuge, wurden im ersten Monat des Jahres registriert. Das gab die hiesige Statistikbehörde des Landes am Dienstag bekannt.

Seit Anfang des Jahres 2014 tummeln sich nun mehr als 18 Millionen Fahrzeuge im türkischen Verkehrsnetz. Mehr als die Hälfte, nämlich 51,9 Prozent davon sind Autos. Ihnen folgen Klein-LKWs mit 16,4 Prozent, Motorräder mit 15,1 Prozent, Traktoren mit 8,7 Prozent, Lkws mit 4,2 Prozent, Kleinbusse  mit 2,3 Prozent und schließlich 1,2 Prozent Busse und 0,2 Prozent Spezialfahrzeuge.

Die Behörde machte auch Angaben zur Markenzugehörigkeit der im Verkehr befindlichen Fahrzeuge. Demnach handle es sich im Januar um 81.477 neue zugelassene Autos. Davon entfielen auf den französischen Autobauer Renault 16,8 Prozent, Ford kommt auf einen Anteil von 11,4 Prozent, Volkswagen schafft 9,8 Prozent, Opel 9,3 Prozent, Fiat sieben Prozent, Hyundai 6,5 Prozent, Toyota 5,9 Prozent, 4,6 Prozent Dacia , Peugeot 4,3 Prozent, Citroen drei Prozent und die übrigen Marken erreichen 21,5 Prozent am Gesamtaufkommen. Das berichtet das Nachrichtenportal Turkish Press.

Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen wird auch ein weiteres Problem auf türkischen Straßen immer drängender: Das Thema Verkehrssicherheit. Verkehrsunfälle in der Türkei fordern Jahr für Jahr gut 10.000 Todesopfer. Geschuldet ist das oftmals aber nicht nur schlechten Straßenbedingungen oder dem Zustand der Fahrzeuge, auch die Mentalität der Verkehrsteilnehmer trägt maßgeblich zu diesem erschreckenden Ergebnis bei (mehr hier).

Um den aktuellen Zahlen entgegenzuwirken, ist die Türkei bereits im Juni 2010 im Rahmen des so genannten „Road Safety Project“, das von der WHO koordiniert und von der Bloomberg Foundation finanziert wird, gemeinsam mit neun anderen Staaten aktiv geworden. Zusammen sind die zehn beteiligten Staaten – die Türkei, Mexiko, Brasilien, Ägypten, Kenia, China, Indien, Kambodscha, Vietnam und Russland – für 60 Prozent aller Todesfälle durch Verkehrsunfälle verantwortlich. Eines der gravierendsten Probleme in der Türkei ist die Durchsetzung der bestehenden Gesetze. „Die Gesetzgebung ist zwar mehr oder weniger völlig ausreichend, aber sie wird nicht durchgesetzt. Sicherheitsgurte sind Pflicht, aber wie viele Menschen tragen sie in der Türkei?“, sagt Dr. Etienne Krug von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Auch das Thema Alkohol wird von türkischen Fahrern immer wieder gravierend unteschätzt. In den vergangenen elf Jahren hat die türkische Polizei gut 1,5 Millionen Führerscheine wegen Alkohol am Steuer eingezogen (mehr hier). Eingemischt hat sich aufgrund der fatalen Situation sogar schon das türkische Religionsministerium (mehr hier).

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