Türkisches Statistisches Institut (TÜİK): Bewaffneter Überfall fordert sieben Tote

Sieben Tote und mehrere Verletzte: Das ist die Bilanz eines bewaffneten Überfall auf das Türkische Statistische Institut (TÜİK) in der nordöstlichen Provinz Kars. Bei dem Täter soll es sich um einen kürzlich entlassenen Mitarbeiter gehandelt haben. Der Angreifer richtete sich am Ende selbst.

Wie der Gouverner von Kars, Eyüp Tepe, mitteilte, habe sich der Angriff auf das Türkische Statistische Institut (TÜİK) bereits kurz nach seiner Öffnung am Mittwochmorgen zugetragen. Eine sofort gerufene Spezialeinheit konnte nur noch wenig ausrichten.

„Jemand, der vor kurzem entlassen wurde, ist Amok gelaufen und hat sechs Menschen getötet, bevor er Selbstmord beging“, zitiert die türkische Zeitung Hürriyet Gouverneur Tepe. Der Gouverneur identifizierte den Angreifer als Veysel Tepe. Dieser soll als Psychologe tätig gewesen sein. Einen terroristischen Hintergrund schloss er aus.

Der Mann nahm nach einem Streit mit seinem ehemaligen TÜİK-Regionalchef zunächst seine früheren Kollegen als Geiseln. Dann tötete er diese. Berichten zufolge sei er nach einer internen Untersuchung am Institut entlassen worden.

Bestätigt wurde die Identität des Angreifers mittlerweile auch durch den hiesigen CHP-Bürgermeisterkandidaten Naif Alibeyoğlu. „Er soll einige psychische Probleme gehabt haben. Erst kürzlich reiste er nach Diyarbakır und brachte sich von dort eine Waffe mit“, so Alibeyoğlu zur Zeitung. Dessen Angaben zufolge habe der Täter zunächst den Büroleiter als Geisel genommen. Dann habe er wahllos um sich geschossen und dabei sechs Menschen getötet. Dabei habe es auch zahlreiche Verletzte gegeben.

Sofort seien Spezialeinheiten zum Tatort entsandt worden. Doch die Geiseln starben noch bevor diese eintrafen. Das Gebäude wurde nach der Attacke evakuiert.

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