Konservativer Verband nimmt an Islam-Konferenz teil

Der Islamrat folgt der Einladung des Bundesministerium des Innern und nimmt an der Islamkonferenz teil. Zuvor wurde der Rat von der Konferenz ausgeschlossen. Auslöser des Ausschlusses waren sicherheitspolitische Bedenken.

Der konservative Islamrat hat sich dazu entschieden, an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) teilzunehmen.

Auslöser dieser Entscheidung sei die von Innenminister de Maizière angekündigte Neuausrichtung der Konferenz, schreibt der Rat in einer aktuellen Mitteilung.

„Im Hinblick auf unsere Verantwortung gegenüber den Muslimen werden wir uns in den Gesprächen dafür einsetzen, dass die Deutsche Islam Konferenz Ergebnisse hervorbringt, die die Partizipationsmöglichkeiten der Muslime in Deutschland steigert, das religionsverfassungsrechtliche Modell auch im Umgang mit Muslimen abbildet und die Einbindung der muslimischen Selbstorganisationen in die etablierten sozialen Trägerstrukturen gewährleistet.“

Dem Islamrat gehören insgesamt 37 Mitgliedsorganisationen an. Mitglieder sind unter anderem die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), das Weimar Institut e.V., welches vom Andreas Abu Bakr Rieger gegründet wurde und die Gemeinschaft der Aleviten Ahl-al-Bayt.

2010 hatte Thomas de Maizière im Rahmen seiner ersten Amtszeit als Innenminister den Islamrat ausgeschlossen. Einige Mitglieder wurden und werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Dem Ausschluss folgten Austritte von weiteren Islamverbänden und Religionswissenschaftlern, die Kritik an der starren sicherheitspolitischen Ausrichtung der Konferenz übten.

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