Überraschung bei Bursapor: Irfan Buz wird Nachfolger von Christoph Daum

Bursaspor hat völlig überraschend Interims-Trainer Irfan Buz zum Nachfolger von Christoph Daum ernannt. Die Favoriten auf den Posten waren ursprünglich andere gewesen.

Der Süper-Lig-Klub Bursaspor hat überraschend Interims-Coach Irfan Buz zum Cheftrainer ernannt. Ursprünglich war geplant gewesen, dass der Assistent von Christoph Daum die Mannschaft lediglich für die Übergangszeit übernimmt, bis der neue Cheftrainer der Grün-Weißen bekannt gegeben wird. Nun ist es der 46-Jährige selbst geworden. Die Favoriten auf die Daum-Nachfolge waren zuvor der Ex-Nationaltrainer Abdullah Avci und der Bosnier Elvir Baljic gewesen, der beim 2:2 im Halbfinal-Hinspiel gegen Galatasaray sogar schon auf der Zuschauertribüne saß. Mit beiden Wunschkandidaten haben sich die Grün-Weißen jedoch letztlich nicht einigen können, so dass Irfan Buz nach seinem tollen Einstand in der Türk Telekom Arena vorerst bis zum Saisonende zum Cheftrainer befördert wurde.

Rasanter Karriereaufstieg des Deutsch-Türken

Vielleicht mag es für den Deutsch-Türken Irfan Buz derzeit selbst sogar wie ein Traum vorkommen. Bis vor wenigen Monaten war er mit dem FC Iserlohn 46/49 und der SpVg Olpe noch auf den südwestfälischen Amateur-Sportplätzen unterwegs. Die Gegner hießen 1. FC Kaan-Marienborn, SV Rothemühle oder SSV Meschede. Nun hat es Buz mit Spitzenklubs wie Galatasaray, Fenerbahce oder Besiktas zu tun. Dass er jedoch keine Angst vor großen Namen hat, bewies er mit seinem Team gegen den Rekordmeister Galatasaray. Der 46-Jährige war beim 2:2 im Halbfinal-Hinspiel bis auf die Haarspitzen motiviert. Eine Einstellung, die sich auf die Mannschaft übertrug. Bursaspor zeigte unter seiner Leitung eine der besten Saisonleistungen.

Die Beförderung zum Cheftrainer ist für den gebürtigen Istanbuler, der neben Türkisch und Deutsch noch vier weitere Sprachen spricht, eine einmalige Chance. Wer weiß, möglicherweise ist in Bursa ein neuer Trainer-Stern aufgegangen. Die nächsten Wochen werden es zeigen. Dem türkischen Fußball tut in diesen Tagen jedenfalls ein neues unverbrauchtes Gesicht gut.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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