Türkei-Wahlen: CDU-Politikerin hofft auf Sieg der Opposition

Die Kommunalwahlen in der Türkei haben begonnen. In den vergangenen Wochen fand zwischen der türkischen Opposition und Premier Erdoğan ein offener Schlagabtausch statt. Aktuell sichern 340.000 Sicherheitskräfte die landesweiten Straßen und Ortschaften.

18:43 Uhr: Etwa 4,5 Prozent aller Wählerstimmen wurden ausgezählt, berichtet der Fernsehsender Skyturk360.

18:22 Uhr: Auch das Ausland ist interessiert an den Kommunalwahlen in der Türkei. die CDU-Abgeordnete im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Serap Güler, schrieb den DTN:

„Ich habe Hoffnung, dass sich die Mehrheit für die Freiheit und gegen den Des­po­tis­mus entscheidet.“

Dieselbe Aussage traf das neue CDU-Mitglied auf ihrer Facebook-Seite.

17.07 Uhr: Die ersten Wahlergebnisse liegen schon vor. Doch die Wahlkommission hat ihre Zustimmung zur Veröffentlichung der Ergebnisse noch nicht erteilt. Die ersten Ergebnisse werden am Abend veröffentlicht. Die Auszählung dauert noch an.

16.29 Uhr: Kenan Kolat sagte den DTN, dass die Atmosphäre in der Türkei wie bei einer Parlamentswahl sei. Die Türken sind sich der Bedeutung der Kommunalwahlen bewusst. Die Menschenschlangen vor den Wahllokalen sollen lang sein:

„In der Türkei werden nicht nur die Kommunalräte neu gewählt, sondern auch die Ortsvorsitzenden. Diese Art der direkten Demokratie finde ich persönlich sehr gut. Somit werden die Ortsvorsitzenden eine höhere repräsentative Funktion haben. Die Ausweitung von plebiszitären Elementen ist meines Erachtens auch für andere Demokratien wichtig.“

In Istanbul herrsche Ferienstimmung. Die Menschen gehen nach der Stimmabgabe in die Cafés, machen Ausflüge an den Bosporus oder finden sich mit ihren Freunden und Familien an anderen Örtlichkeiten zusammen, berichtet Kolat aus Istanbul.

16.00 Uhr: In der Provinz Şanlıurfa ist es zwischen zwei verfeindeten kurdischen Familien-Clans zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gekommen. Auslöser soll ein politischer Streit um die Kommunalwahlen gewesen sein. Sechs Beteiligte starben.

15.55 Uhr: Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, befindet sich aktuell in Istanbul. Er sagte den DTN, dass die Wahlbeteiligung sehr hoch sei.

15.30 Uhr: Premier Erdoğan hat seine Stimme in Istanbul abgegeben. „Offenbar ist die Wahlbeteiligung diesmal besonders groß. Im Wahlkampf ist es oftmals zu unerwünschten Äußerungen gekommen. Doch nun zählt nur noch die Stimme des Volks“, zitiert NTV den Premier. Damit machte Erdoğan eine Anspielung auf die Vorwürfe, die sich die Regierungspartei und die Opposition gegenseitig unterstellt hatten. Er selbst erlitt im Zuge des Wahlkampfs einen Stimmbruch.

15.00 Uhr: Türkische Reporter haben den milliardenschweren Unternehmer Rahmi Koç an der Wahlurne gefragt, ob er eine Botschaft an die Öffentlichkeit habe. „Was immer ich sagen werde, werde ich ab 17 Uhr sagen“, so Koç. Die Familie Koç gilt als erbitterte Gegnerin Erdoğan.

11.15 Uhr: Die Stimmen können bis 17.00 Uhr abgegeben werden, berichtet der türkische Fernsehsender NTV.

11.00 Uhr: Die AKP-Parlamentarier Cemil Çiçek und Taner Yıldız sind die ersten türkischen Politiker, die zur Wahlurne gegangen sind. Beide haben ihren Wohnsitz in Ankara. „Es wird sowohl Gewinner als auch Verlierer geben. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit, wünsche ich allen Kandidaten viel Glück. Das Volk wird seine Entscheidung treffen“, so Çiçek.

10.30 Uhr: In der Hauptstadt Ankara gibt es insgesamt 3,6 Millionen Wahlberechtigte. Aktuell sind 11.000 Polizisten und 2.000 Angehörige der Gendarmerie im Einsatz, um die Sicherheit in der Hauptstadt zu gewährleisten, berichtet der türkische Fernsehsender NTV. Die Wahllokale wurden nach Bomben untersucht. In 81 Provinzen sind insgesamt 340.000 Polizisten und Gendarme im Einsatz.

08.30 Uhr: Die türkischen Wähler werden am Sonntag von 6.00 Uhr bis 17.00 Uhr ihre Stimmen an den lokalen Wahlurnen abgeben können. Wahlberechtigt sind alle türkischen Staatsbürger ab 18 Jahren, deren Wohnsitz sich in der Türkei befindet.

Insgesamt 52 Millionen Menschen dürfen sich in der Türkei an den Kommunalwahlen beteiligen, berichtet die Zeitung Türkiye.

Mehr zum Thema:

Nächster Schlag in der Türkei: Erdoğan verbietet YouTube
UN-Appell: Türkei muss Twitter-Blockade umgehend beenden
Twitter-Verbot: Türkei sperrt jetzt auch URL-Shorter t.co

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.