Türkei: Kurdenpartei buhlt um Wählerstimmen von Soldaten

Die türkische Kurdenpartei BDP geht einen ungewöhnlichen Schritt. Im Südosten der Türkei wirbt sie bei Angehörigen des Militärs um Wählerstimmen für die aktuellen Kommunalwahlen.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen hat die Kurdenpartei BDP auch um Wählerstimmen bei Angehörigen des türkischen Militärs gebuhlt. In der Provinz Hakkari sprachen die örtlichen BDP-Politiker türkische Soldaten und kurdische Dorfschützer an und warben um ihre Partei.

Die BDP sei zu unterstützen. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass der Kurdenkonflikt wieder ausbricht und es erneut zu Toten kommt.

Die Zeitung Cumhuriyet zitiert die BDP-Politikerin Dilek Hatipoğlu:

„Wir sagen, dass dies der Tag ist, an dem die Einheit des kurdischen Volks bestätigt werden muss. Die Stimmen, welche auf uns fallen, werden den Fortbestand unserer Sprache, unserer Identität und unseres Volks bestimmen.“

Die Kurdenpartei sei zu unterstützen, damit der Friedensprozess zwischen der PKK und der türkischen Regierung nicht stecken bleibt.

Der inhaftierte PKK-Chef Öcalan hatte zuvor  gesagt, dass die BDP ihre rein ethnische Identität ablegen müsse. Nur auf diesem Weg sei es möglich, eine „Allianz mit den demokratischen Kräften der Türkei“ einzugehen.

Das sei das Haupthindernis für den politischen Erfolg der BDP, berichtet T24.

Mehr zum Thema:

Gezi-Park Proteste in Türkei: BDP-Politiker fordert „gewaltsame Unterdrückung“
Proteste in der Türkei: BDP-Abgeordneter Önder sieht Umdenken im Staat
Die Maske fällt: BDP-Abgeordneter Altan Tan bekennt sich zur Scharia

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.