Wegen Terrorverdacht: Russland hält 25 Ukrainer gefangen

Russlands Föderaler Sicherheitsdienst (FSB) hat nach eigenen Angaben 25 Ukrainer verhaftet. Sie werden beschuldigt, etwa zur Zeit des Krim-Referendums im vergangenen Monat terroristische Anschläge geplant zu haben.

Laut Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation handle es sich bei den Festgenommenen um Mitglieder ultra-nationalistischer Bewegungenen, die Anschläge innerhalb Russlands vorbereitet haben sollen.

Nach Informationen der Russen hätten die Verdächtigen vom 14. bis 17. März in den Gebieten Rostow, Wolgograd, Twer, Orjol und Belgorod sowie in den Teilrepubliken Kalmückien und Tatarstan Terroranschläge verüben sollen, so RIA Novosti. Drei der Inhaftierten sollen Verbindungen zur ultranationalistischen ukrainischen Bewegung „Rechter Sektor“ haben, so die BBC. Die ukrainischen Staatsangehörigen sollen Fotoaufnahmen der russischen Truppenbewegungen angefertigt und versucht haben, Kontakt mit extremistischen Elementen in Russland aufzunehmen.

Zuvor nivellierten Regierungsbeamte in Kiew ihre eigenen Vorwürfe gegen Moskau. Sie hatten behauptet, dass mehr als 30 FSB-Agenten in die Planung von Operationen gegen regierungsfeindliche Demonstranten in Kiew Anfang des Jahres beteiligt gewesen seien. Der ukrainische Sicherheitsdienste Chef Valentyn Nalyvaychenko hatte außerdem erklärt, dass der FSB „Tonnen“ von Sprengstoff und Waffen mit dem Flugzeug in die Ukraine geschickt habe.

Bei den im November 2013 begonnenen Unruhen in der Ukraine starben rund 100 Menschen. Die monatelangen Straßenproteste endeten erst, als der damalige Präsident Viktor Janukowitsch im Februar die Flucht ergriff und die Führer der Opposition eine Übergangsregierung gebildet hatten.

Wie der ukrainische Innenminister Arsen Avakov am Donnerstag mitteilte, habe eine Untersuchung ergeben, dass Spezialeinheiten der Polizei hinter den Tötungen von Anti-Regierungs-Demonstranten in Kiew steckten. Zwölf Mitglieder der Berkut Polizei seien als Scharfschützen identifiziert und festgenommen worden. Viktor Janukowitsch habe den „kriminellen Befehl“ für die tödlichen Schüsse Mitte Februar gegeben.

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