Ratingagentur Fitch dämpft Wachstumserwartungen für die Türkei

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Wachstumsprognose für die Türkei nach unten korrigiert. Gingen die Fachleute zunächst von 3,2 Prozent Wachstum für 2014 aus, glauben sie nun nur noch an einen Zuwachs von 2,5 Prozent. Auch für das Folgejahr sind die Prognosen nun weniger optimistisch. Das Land leidet unter den innenpolitischen Spannungen.

Die Ratingagentur Fitch hat ihre Wachstumsprognose für 2014 um 0,7 Prozent nach unten korrigiert. Auch für 2015 vollziehen die Finanzexperten einen Rückschritt. Gingen sie zunächst von 3,8 Prozent aus, sind es nunmehr 3,2 Prozent. Die Bonitätsnote wurde jedoch nicht angetastet.

Geschuldet seien die neuen Prognosen einer schon jetzt deutlich eingetrübten Stimmung: Erkennbar sei diese sowohl an einem langsameren inländischen Kreditwachstum als auch an Anzeichen von Mäßigung im Verbraucher- und Anlegervertrauen. In einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung bekräftige Fitch jedoch die türkische Bonitätsnote BBB-, also eine gerade noch gute Kreditqualität, und attestierte dem Land einen stabilem Ausblick.

Die Ratingagentur erwartet in Anbetracht der anstehenden Präsidentschaftswahl im August und den Parlamentswahlen im Juni 2015 aber weiterhin politisch turbulente Zeiten, die zu regelmäßiger Eintrübung der wirtschaftlichen Aussichten führen würden.

Fitch zufolge sei die türkische Wirtschaft unbeständig. Zudem sei die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes schlechter als in den anderen Schwellenländern, da die wirtschaftlichen Entwicklungen unvorhersehbar seien.

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