EU-Kommissar Füle sieht Türkei als unverzichtbaren Handels-Partner

Die EU möchte die Zollunion mit der Türkei aufrecht erhalten. Doch es müssen neue Vereinbarungen getroffen werden. Die Weltbank soll zwischen Ankara und Brüssel vermitteln.

In einer schriftlichen Mitteilung hat EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle die Wichtigkeit der Zollunion-Vereinbarung mit der Türkei hervorgehoben.

Beide Wirtschaftsräume profitieren von der Zollunion, so Füle in der Mitteilung. Die Türkei spiele für die EU eine Schlüsselrolle der Region. Das Land sei wichtig für Europas Energie-Sicherheit und sei das einzige Nicht-EU-Land, das in der Zollunion der EU mitwirke.

40 Prozent ihres Handelsvolumens wickele das Land mit der EU ab. Die türkischen Exporte in den EU-Markt haben 2013 einen Anstieg verzeichnet. Das zeige deutlich, dass die EU ein wichtiger Absatzmarkt für die türkische Wirtschaft sei. In 2012 soll es 150.000 türkische Unternehmen im EU-Markt gegeben haben, die 600.000 Menschen beschäftigten. Die Hälfte der Unternehmen in der Türkei seien mit EU-Kapital gegründet worden.

Die Wirtschaftsbeziehungen seien auch aus Sicht der Weltbank sehr wichtig. Das Zollunion-Abkommen habe die türkische Industrie modernisiert. Es wurden einheitliche Standards eingeführt, die die Produktion und den Wettbewerb beschleunigt haben.

Doch auf beiden Seiten herrschen Kritiken an der aktuellen Ausrichtung des Abkommens.

Es sei nun an der Zeit, die Handelsbeziehungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen zu modernisieren und neu zu verhandeln (mehr hier). In diesem Sinne freue sich Füle, dass die türkischen Partner der EU das ebenso sehen. Die ausgearbeiteten Vorschläge der Weltbank sollen sowohl der EU als auch der Türkei weiterhelfen.

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