Krim-Krise: Turkish Airlines streicht Flüge bis Ende Juni

Die halbstaatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines hat die Aussetzung ihrer Flüge auf die Halbinsel Krim verlängert. Eigentlich sollte die Route Istanbul - Simferopol aufgrund der angespannten Situation bis diesen Dienstag ausgesetzt werden. Nun wurde die Frist bis zum 26. Juni verlängert.

Die nach wie vor angespannte Situation auf der Halbinsel Krim hat die türkische Fluggesellschaft dazu veranlasst, ihr seit Anfang April bestehende Aussetzung der Flüge bis Ende Juni zu verlängern.

Ob die Route nach dem 26. Juni tatsächlich wieder aufgenommen wird, steht jedoch in den Sternen: „Es bleibt ungewiss, wann die Flüge [zwischen den beiden Städten] wieder aufgenommen werden. Doch im Einklang mit den zukünftigen Entwicklungen in Bezug auf die Halbinsel wird es neue Ankündigungen geben“, zitiert die türkische Zeitung Sabah aus einer Erklärung der Pressestelle von Turkish Airlines. Zuvor gab es Gerüchte, wonach die Fluggesellschaft die Verbindung bereits ab dem 1. Juni wieder aufnehmen würde.

Erst Anfang April gab die Airline bekannt, ihre Flüge nach Simferopol „aufgrund der aktuellen Situation in der Krim-Region“ bis 15. April auszusetzen (mehr hier). Der 1936 errichtete Internationale Flughafen von Simferopol ist der größte Airport auf der Halbinsel Krim, etwa elf Kilometer außerhalb der Stadt. Neben Turkish Airlines bietet auch die türkische Fluggesellschaft Atlasjet Flüge nach Istanbul an. Letztere haben ihre Flüge wie auch Yanair und Ukraine International Airlines gecancelt. Derzeit kommen nur noch Flüge aus Moskau und Taschkent an.

Die Krim machte bereits Anfang März ihren Luftraum dicht. Nachdem das Regionalparlament formell seine Unabhängigkeit von der Ukraine erklärt hatte, durften auf dem wichtigsten Flughafen der Halbinsel auch keine Maschinen aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehr landen, Flugzeuge aus Russland allerdings schon. So musste eine Maschine aus Kiew, die in Richtung Simferopol unterwegs war, wieder umkehren. Der Pilot habe den Passagieren darauf hin erklärt, die Krim-Behörden hätten den Luftraum für alle Linienflüge gesperrt. Gleiches galt offenbar auch für einen Flug aus Istanbul (mehr hier).

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