Mysteriöse Morde in der Türkei: Zweiter Bub binnen zwei Wochen getötet

Ein vierjähriger Junge ist im Krankenhaus in der westtürkischen Provinz Aydın seinen schweren Verletzungen erlegen. Aufgefunden wurde der Bub in einem furchtbaren Zustand. Sein rechtes Handgelenk und seine Kehle waren aufgeschlitzt. Es ist schon der zweite Mordfall binnen weniger Tage.

Am Mittwoch ist ein zweites Kind in der Türkei binnen weniger Tage einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Der in den türkischen Medien nur als C.C. benannten Vierjährige wurde in einer verlassenen Scheune seines Großvaters aufgefunden, nachdem er zuvor vor einem Einfamilienhaus spielte und dann verschwand.

Mediziner haben im Augenblick den Verdacht, dass der Kleine vielleicht Opfer eines Sexualverbrechens geworden sein könnte, so die Nachrichtenagentur Doğan. Es ist bereits der zweite furchtbare Fall binnen weniger als zehn Tagen. Erst vor kurzem kam es zu einem schockierenden Mord an einem neunjährigen Jungen in der nordöstlichen Provinz Kars. Die Leiche von Mert Aydın wurde am 7. April in einer Mülldeponie fünf Kilometer außerhalb der Stadt gefunden. Zuvor hatte er Essen in das Büro seines Onkels in Karadağ gebracht. Am 12. April konnte die Polizei einen 23-jährigen Verdächtigen fassen. Auf die Spur waren sie dem einschlägig vorbestraften Mann über die Auswertung zahlreicher Sicherheitskameras gekommen. Täter und Opfer sollen sich gekannt haben. Ein verwandtschaftliches Verhältnis bestand jedoch nicht. Der Mann soll inzwischen gestanden haben. Über ein Motiv ist bisher nichts bekannt.

Auch im aktuellen Fall startete die Polizei nun eine groß angelegte Untersuchung, um den Mörder zu finden. Die Familie steht unter Schock. Bisher gibt es keine Anhaltspunkte.

Bereits am 5. April wurde der kleine Pamir Dikdik tot in Istanbul aufgefunden, nachdem er tags zuvor verschwunden war. Nach einer fast 30 Stunden andauernden Großfahndung wurde seine Leiche schließlich im Pool einer benachbarten Villa gefunden. Der Kleine hat nach jetzigem Kenntnisstand selbst die Haustür im wohlhabenden Viertel Zekeriyaköy geöffnet und war gegen halb zehn Uhr am Abend über einen 1,90 Meter hohen Zaun geklettert, während seine Eltern schliefen. Der Vorfall löste eine heftige Debatte in den sozialen Medien aus. Einige machten den Eltern schwere Vorwürfe, andere führten an, dass in der Türkei täglich Kinder verschwänden und weder die Medien noch die Behörden viel Aufhebens darum machen würden.

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