Abschied von US-Botschafter Ricciardone: Diplomat zieht es von der Türkei zum Atlantic Council

Nach seiner Zeit in der Türkei stellt sich US-Botschafter Francis J. Ricciardone in den Dienst des NATO-Thinktank Atlantic Council. Seit 2011 war der Diplomat in Ankara tätig. Bereits im kommenden September soll es für ihn im Rat losgehen.

Die Zeit in der Türkei neigt sich für US-Botschafter Francis J. Ricciardone langsam dem Ende entgegen. In den Ruhestand will sich der Diplomat aber offenbar nicht verabschieden. Wie der NATO-Thinktank Atlantic Council nun bekannt gab, habe man den US-Amerikaner zum Vizepräsident ernannt. Außerdem werde er neuer Direktor des Rafik Hariri Center for the Middle East. Bereits im kommenden September soll es für Ricciardone losgehen.

In einem entscheidenden Moment in der Geschichte des Nahen Ostens, bereichert Botschafter Ricciardone den Atlantic Council mit seinen reichen Führungserfahrungen aus einigen der weltweit anspruchsvollsten Orte“, so Frederick Kempe, Präsident und CEO der Atlantic Council, in einer entsprechenden Erklärung.

Der 1951 in Boston, Massachusetts, geborene Ricciardone ist seit 2011 Botschafter der Vereinigten Staaten in Ankara. Bereits 1976 ging er als Lehrer in den Iran und reiste im Anschluss durch Südwest-Asien, Europa und den Nahen Osten. 1978 trat er in den Auswärtigen Dienst ein. Vor seiner Zeit in der Türkei war Ricciardone als Gesandter in der US-Botschaft in Kabul tätig. In den Jahren 2005 bis 2008 war er US-Botschafter in Kairo, davor in Manila und in Palau. Genau von diesem Erfahrungsschatz möchte nun auch der Atlantic Council profitieren. Ricciardone, so heißt es, bringe eine breite Perspektive auf das zeitgenössische Geschehen in diesen Regionen und die moderne Geschichte mit.

Der türkischen Nachrichtenagentur Cihan zufolge werde offenbar John R. Bass, einstiger Botschafter von Georgien, als sein Nachfolger in Ankara gehandelt. Eine offizielle Nominierung gebe es bisher jedoch nicht. Bass hatte vor seiner Tätigkeit in Georgien seit Juli 2008 das Team zum Wiederaufbau in Bagdad geleitet. Zuvor stand er im Außenministerium in Washington an der Spitze der Krisengruppe zur Abwehr von Bedrohungen für US-Botschaften im Ausland. Er war außerdem bereits in der Türkei, auf Zypern und für die Beziehungen zwischen der NATO und Russland tätig.

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