Meistertitel für Fenerbahce: So wurde gefeiert

Die offizielle Meisterfeier findet erst nach dem Spiel gegen Karabük statt, doch schon nach dem Unentschieden gegen Caykur Rizespor brachen bei Fenerbahce alle Dämme. Die Stimmen vom frischgebackenen Meister...

Nach dem Schlusspfiff im Sükrü Saracoglu am Sonntag brachen beim neuen türkischen Meister alle Dämme. Gefeiert wurde der 19. Meistertitel in der ganzen Türkei und in weiten Teilen Mitteleuropas. Die Mannschaft selbst ließ sich von den über 50.000 Frauen und Kindern im Stadion feiern und begab sich anschließend in ein italienisches Restaurant und Nachtlokal, wo die Meisterschaft bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig begossen wurde.

Die offizielle Pokalübergabe haben die „Kanarien“ auf Sonntag, den 11. Mai beantragt. Zuvor will man aber noch am Freitag das letzte Heimspiel der Saison gegen Kardemir Karabükspor austragen. Ein entsprechender Antrag wurde beim TFF bereits eingereicht. Noch wartet Fenerbahce aber auf die Zustimmung des Verbandes. Gazetefutbol.de hat derweil die Stimmen vom frischgebackenen Meister gesammelt…

Ersun Yanal: „Mit unserem Fußball haben wir uns den Titel verdient. Ich danke meinen Spielern, die sich stets hochprofessionell verhalten und akribisch gearbeitet haben. Für Fenerbahce ist diese Meisterschaft enorm wichtig. Die Fans haben uns immens unterstützt, wir haben stets Haltung gezeigt…ich danke allen Beteiligten für ihre Arbeit. Wir haben unser Versprechen gehalten. Ich hatte gesagt, dass wir Meister werden und unsere Konkurrenten die Plätze hinter uns unter sich ausmachen werden. Meine Spieler haben mich nicht enttäuscht.“

Moussa Sow: „Ich danke Gott, dass wir diese Meisterschaft erleben dürfen. Ich bin überaus glücklich, hier bei Fenerbahce zu sein. Es war für alle eine sehr schwierige Saison. Ich habe Tränen vergossen, doch diese waren für Fenerbahce.“

Dirk Kuyt: „Es ist ein besonderer Moment, ein besonderes Gefühl in meinem Leben. Für ganz Fenerbahce ist dies ein wunderbarer Tag. Nach all dem, was diesem Verein angetan wurde, empfinden wir heute pures Glück. Spieler, Fans, Trainerstab, Mitarbeiter…alle haben daran geglaubt. Wir haben uns den Titel verdient. Ich fühle mich geehrt, ein Teil dieses fantastischen Vereins zu sein.“

Bruno Alves: „Ich habe bereits sechs Meisterschaften gewonnen, doch das heute ist ein ganz besonderer Moment. Ich bin glücklich und zufrieden, wieder dieses Gefühl erleben zu dürfen. Ich hoffe, dass wir noch mehrere Meisterschaften zusammen feiern werden.“

Pierre Webo: „Es war ein sehr emotionales Jahr. Der Anteil unseres Präsidenten ist nicht in Worten zu beschreiben. Er hat das ganze Jahr über für uns geackert. Er ist eine große Persönlichkeit. Wir wollten die Meisterschaft mit ihm feiern, das hat er sich verdient.“

Emmanuel Emenike: „Ich bin überglücklich und kann meine Gefühle nicht in Worte fassen. Wir haben hart gearbeitet und sind belohnt worden. Vielen Dank an alle. Vor allem an meine Mitspieler.“

Emre Belözoglu: „Ich danke unseren Trainern, dem Medizinstab, den Fans, den Frauen, den Kindern, allen Fenerbahce-Anhängern vor den Fernsehern. Der Titel ist ein Geschenk für sie. Jeder weiß, was in der Türkei alles abläuft. Umso wichtiger ist es, alle glücklich zu machen. Ein großes Lob natürlich auch an meine Teamkameraden.“

Bekir Irtegün: „Wir haben wirklich viel gelitten und eine saubere Meisterschaft errungen. Egal wie oft man das erlebt, man wird einige Dinge niemals vergessen. Ich widme den Titel allen, die Pfefferspray ertragen mussten und gelitten haben.“

Volkan Demirel: „Wir kämpfen seit jeher für eine Sache. Das ist die Belohnung, dafür haben wir gekämpft. Wir wurden oft ungerecht behandelt, jetzt sind wir mit großem Abstand Meister. Aziz Yildirim verdient die meisten Glückwünsche. Wir werden immer bei ihm sein.“

Gökhan Gönül: „Unsere Fans standen immer hinter uns. Gott möge ihnen stets behilflich sein. Wir haben in drei Jahren alles durchgemacht, was man durchmachen kann. Wir haben zwei Mal den türkischen Pokal gewonnen und bis zum Ende um Titel gekämpft. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht wirklich freuen. Ich hätte mir gewünscht, dass sich auch unser Präsident freuen kann. Er ist der größte Fenerbahce-Anhänger den ich kenne. Ich werde voller Stolz erzählen, dass ich unter ihm spielen durfte. Es ist wirklich schade. Die Menschen begehen furchtbare Straftaten, es werden Menschen umgebracht, es passieren undenkbare Dinge. Ich kann es nicht akzeptieren, dass ein Mensch wegen Fußball solch eine Strafe bekommt. Die Wahrheit wird eines Tages ans Licht kommen. Wir wissen alle, wie es auf dem Rasen zugeht und zuging. Ich werde meine Kindern noch von Aziz Yidirim erzählen, darauf kann sich jeder verlassen.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf GazeteFutbol.com.

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