Stimme der ägyptischen Revolution verstummt: Blogger Bassem Sabry stirbt unter ungeklärten Umständen

Eine der Stimmen der ägyptischen Revolution von 2011 und ihren Folgen ist tot. Der Blogger und Journalist Bassem Sabry starb am Dienstag unter noch ungeklärten Umständen. Der in Kairo lebende 31-Jährige wurde vor allem für seine Analysen der regionalen Politik geschätzt.

Einigen Medienberichten zufolge ereignete sich an diesem Dienstag ein Unglück. Aus noch unerklärlichen Gründen soll Bassem Sabry von einem Balkon gestürzt sein, heißt es aus Polizeikreisen. Andere berichten, der junge Mann sei in ein Zuckerkoma (Diabetisschock) gefallen. Definitive Umstände sind bisher aber nicht bekannt.

Bassem Sabry erlangte während der arabischen Aufstände von 2011 internationale Bekanntheit. Seine Analysen wurden nicht nur in Ägypten, sondern auch in Publikationen wie der Huffington Post oder al-Monitor veröffentlicht. Häufig wurde er von den internationalen Medien zitiert. Eine zeitlang war Sabry auch als Stratege für die von Mohamed ElBaradei neu gegründete liberale Party Dostour tätig.

„In einem stark polarisierten und oft bösartigen politischen Umfeld, in dem viele die Bodenhaftung verloren, konnte sich Sabry aufgrund seiner grundsätzlichen, fairen und aufschlussreichen Analyse im gesamten politischen Spektrum Respekt verschaffen“, würdigt unter anderem The Guardian den Kämpfer für Bürgerrechte und gegen die Unterdrückung. Auch Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei hat bereits via Twitter reagiert. In der Zeit der Not hätte man eine edle Person verloren:

Seine Beerdigung soll noch an diesem Mittwoch in der Mostafa Mahmoud Moschee im Westen Kairos stattfinden. Zudem sei de eine Gedenkfeier in der nahegelegenen Hamdiyyah Shadhiliyya Moschee am Samstag geplant.

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