„Public Residence“: Vier Künstler nehmen an Sozialprojekt im Dortmunder Viertel teil

Im Rahmen des Kunstprojekts „Public Residence: Die Chance“ nehmen vier Künstler teil. Sie werden ein Jahr lang am Borsigplatz in der Dortmunder Nordstadt leben. Gemeinsam mit den Bewohnern des multikulturellen Viertels sollen sie kreative Projekte entwickeln.

Mitten im Dortmunder Norden, einem Stadtquartier mit „besonderem Erneuerungsbedarf“, startet das Projekt „Public Residence: die Chance“.

Insgesamt vier Kreative erhalten haben die Chance, das Quartier aktiv mitzugestalten. Den Initiatoren geht es hier „um Kunst und Teilhabe, um neue Formen des sozialen Miteinanders, um Austausch auf Augenhöhe, um Phantasie und Engagement.“ (mehr hier).

Bei den vier Künstlern handelt es sich um Susanne Bosch, Frank Bölter, Angela Ljiljanic und Henrik Mayer. Susanne Bosch befindet sich aktuell in Malaysia und wird ins Ruhrgebiet kommen. Zuvor war sie an „internationalen partizipatorischen Kunstprojekten“ in der Türkei, Irland, Spanien und Palästina beteiligt, schreiben die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und Machbarschaft Borsig11 in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der Künstler Frank Bölter baute in einem kleinen ostwestfälischen Dorf mit seinen NachbarInnen ein lebensgroßes Papierhaus. Angela Ljiljanic widmete sich in der Vergangenheit der Frage, was deutsche Frauen und Frauen aus Ex-Jugoslawien verbindet? eine Antwort darauf fand sie in Schnittmusterbögen von Burdamoden, die historische, kulturelle und persönliche Lebensentwürfe skizzieren. Im fertigen Kleidungsstück kommen diese Gemeinsamkeiten zum Ausdruck, Kleiderschränke werden Archive gelebter Geschichten.

Henrik Mayer ist im Bereich der Stadtentwicklung aktiv. Doch er widmet sich vor allem der Aufgabe, Geschichten von Menschen aus den Stadtvierteln zu sammeln und sie weiter zu erzählen. Er zeigt mit öffentlich zugänglichen Spinning Bikes, die Strom produzieren, spielerische Lösungsansätze für gesellschaftliche Problematiken wie Gesundheit, Demographie und erneuerbare Energien auf.

Mehr zum Thema:

Gezi Park Proteste: Auseinandersetzungen setzen Kreativität der türkischen Kunstszene frei
Piri Reis Jahr der UNESCO: Türkischer Künstler fasst Weltkarte in neues Gewand
Spiel mit den Traditionen: Deutscher Performancekünstler experimentiert in Istanbul

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.