Proteste zum 1. Mai: Schwere Ausschreit​ungen in der Türkei

In Istanbul und weiteren türkischen Städte ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Die Sicherheitskräfte wollten auch eine CHP-Parlamentarierin festnehmen. Doch die Mutter der jungen Frau verhinderte das Vorhaben.

In der Türkei ist es am 1. Mai zu schweren Ausschreitungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei gekommen.

In der Metropole Istanbul wurden bisher 142 Personen festgenommen. Zudem wurden 90 Menschen verletzt. Davon sollen 19 Personen Polizeibeamte sein, berichtet die Hürriyet.

Die Parlamentarier der CHP und HDP haben sich türkischen Medienberichten zufolge unter die Demonstranten gemischt.

Die Polizei wollte im Zuge der Tumulte auch die CHP-Abgeordnete Şafak Pavey festnehmen. Sie soll versucht haben, die Festnahme eines Demonstranten zu verhindern. Das soll die Mutter – die Journalistin Ayşe Önal – von Pavey verhindert haben. „Das ist meine Tochter. Lasst sie in Ruhe“, zitiert DHA Önal.

Zuvor hatte Pavey gesagt, dass sie sich im Zuge der Kundgebungen als menschliches Schutzschild einbringen werde. „Wenn ich dieser Aufgabe nicht nachkommen sollte, werde ich mich wie alle anderen aufopfern“, zitiert son.tv Pavey. Das sei die Aufgabe aller CHP-Parlamentarier.

Zu den weiteren Organisatoren der Kundgebungen gehören die Mitglieder der Konföderation der Revolutionären Arbeitergewerkschaften (DİSK), die Mitglieder der Türkischen Gewerkschaft der Ingenieure und Architekten (TMMOB), die Kommunisten der TKP, die Mitglieder der Bündnisses der Gewerkschaften der Angestellten des öffentlichen Dienstes (KESK) und Unterstützer der Partei der Freiheit und Solidarität (ÖDP).

Alleine in Istanbul sind 39.000 Polizisten im Einsatz, berichtet die Zeitung Yeni Şafak.

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