Türkei: Hohe Nahrungsmittel-Preise treiben Inflation nach oben

Steigende Nahrungsmittel-Preise in der Türkei treiben die Inflationsrate nach oben. Der türkische Notenbank-Chef erwartet, dass sich dieser Trend bis Ende Mai fortsetzt. Deshalb setzt er auf eine maßvolle Billiggeld-Strategie.

Die hohen Nahrungsmittel-Preise in der Türkei wirken sich negativ auf die Inflations-Rate aus. Im ersten Quartal des aktuellen Jahres ist die Inflations-Rate bei den Nahrungsmitteln um 0,07 Prozent-Punkte auf 10,12 Prozent gestiegen. Ursächlich ist neben dem schlechten Wetter die weltweit angestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und die Ukraine-Krise.

Ende März lag die Inflationsrate der Verbraucherpreise des Landes bei 8,39 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Cihan. Doch eine Genesung ist nicht in Sicht.  Der türkische Notenbank-Chef Erdem Başçı prognostiziert, dass angesichts der steigenden Nahrungsmittel-Preise, die Inflation im April weiter ansteigen werde.

Deshalb möchte er lediglich eine maßvolle Billiggeld-Strategie anwenden. „Von nun an können wir den Leitzins maßvoll senken“, zitiert die Zeitung Bugün. Offenbar will er die aktuell vorhandene Inflation nicht zu schnell beflügeln.

Von effektiven erforderlichen Maßnahmen für die Schaffung einer mittelfristigen Preisstabilität ist nicht die Rede. Doch Başçı sagt auch, dass der Inflationsdruck ab dem Juni-Monat abnehmen werde.

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