Intellektuelle Verbindung: Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul eröffnet

Die Visite des Bundespräsidenten in der Türkei führte nicht nur zu Spannungen, sondern förderte auch verbindende Elemente. Während seiner Zusammenkunft mit dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül eröffnete Joachim Gauck auch die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) in Istanbul. Die Feierlichkeit am 28. April markierte einen Höhepunkt im Deutsch-Türkischen Jahr der Forschung, Bildung und Innovation 2014.

Bereits seit Herbst 2013 können Studierende in drei Bachelor- und zwei Masterstudiengängen an der TDU in Istanbul studieren. Die TDU ist eine türkische staatliche Universität. Mittelfristig werden 5.000 Studierende in fünf Fakultäten für Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften, Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften eingeplant.

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka nahm ebenfalls an der Eröffnung am Montag vergangener Woche teil. Die TDU solle als Plattform für Austausch und Kooperation in Lehre und Forschung dienen. „Junge Menschen mit interkulturellen Kompetenzen sind in Wissenschaft und Wirtschaft sehr gefragt“, so Wanka.

Außerdem gab die Ministerin bekannt, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Universität mit Geldern unterstützt. Ein Wissenschaftsfond werde zwei Jahre mit jeweils einer Million Euro bezuschussen. Weiter finanziert werden Beiträge zum akademischen Betrieb, zur Lehre und zur Vermittlung der deutschen Sprache. Die deutschen und türkischen Hochschullehrer unterrichten in deutscher und türkischer Sprache. Türkische Studierende können in Deutschland Sprachkurse und Sommerschulen besuchen, ist auf der Internetseite des Deutsch-Türkischen Wissenschaftsjahres zu lesen.

Die Ministerin besuchte auch das Orient-Institut in Istanbul. Es stehe beispielhaft für die Vielfalt deutsch-türkischer Forschungskooperation. „Ich freue mich sehr, mir vor Ort ein Bild von der Vielfalt der Deutsch-Türkischen Wissenschafts- und Bildungskooperation machen zu können“, so Wanka. Bereits seit Januar läuft das Wissenschaftsjahr der beiden Kooperationsländer (mehr hier).

Aufgrund der wachsenden Wirtschaft und der Erfolge in Wissenschaft und Forschung sei die Türkei ein bedeutsamer Partner, so das BMBF. Dies liege auch an den Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Deutschland leben.

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