Mitten in der Ukraine-Krise: Mariya Yaremchuk will drei Minuten Freude und Frieden

Alle Augen werden sich an diesem Samstagabend gebannt auf Mariya Yaremchuk richten. Die schöne Ukrainerin eröffnet den 59. Eurovision Song Contest in Kopenhagen. Für die junge Sängerin steht die Politik derzeit nicht im Vordergrund, die Sorge um die Menschen in ihrer Heimat allerdings schon. Sie genießt die solidarische Atmosphäre in Dänemark. Ein Zeichen setzen will sie mit ihrem Titel aber dennoch.

Die Zeichen für einen neuerlichen Erfolg der Ukraine stehen gut. Seit 2003 ist man dabei und landete seither fast immer auf den vorderen Rängen. 2004 gelang in Istanbul sogar der ganz große Coup. Ruslana holte mit ihren Wild Dances den Wettbewerb nach Kiew. Zuletzt landete Zlata Ognevich mit Gravity im Jahr 2013 auf Platz drei.

Eurovision Song Contest: Rückkehr zur Normalität

Nur selten war der Eurovision Song Contest für ein Land so wichtig wie der diesjährige für die Ukraine, beschreibt die ARD die immense Bedeutung der ukrainischen Teilnahme in diesem Jahr. Symbolisch ist sie einerseits eine Art Rückkehr zur Normalität nach Monaten der politischen und gesellschaftlichen Unruhe. Andererseits bedeutet der Wettbewerb für die sich nach Westen orientierenden Ukrainer eine Vergewisserung der europäischen Staatengemeinschaft – ihr Land ist ein Teil Europas.

Wie wichtig in dieser Zeit die Kunst ist, dessen sind sich offenbar auch die Kreativen im Land bewusst. Mariya zufolge, sei die Musikszene geeint durch die gemeinsame Sorge um die Menschen. Man versuche, mit Musik, mit Worten, mit Gebeten, wenn nötig sogar mit Blut zu helfen.

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