Ägypten: General Sissi möchte den Islam vor Muslimbrüdern retten

Für den ägyptischen Präsidentschaftskandidaten Abdulfettah es-Sisi scheint eine dritte Revolution wahrscheinlich. Damit es soweit nicht kommt, müsse die Bevölkerung über die Schwierigkeiten im Land aufgeklärt werden.

Der ehemalige Verteidigungsminister und Präsidentschaftskandidat Sisi hält eine weitere Revolution in Ägypten für möglich. Um dem entgegenzutreten, müsse die Bevölkerung über die Probleme des Landes informiert werden. Dies sagte er bei einem TV-Auftritt.
Er äußerte seine Vorbehalte gegen die Vereinigung der Muslimbrüder. Die seit über 80 Jahren bestehende Organisation habe bei der Verwaltung des Landes versagt. Auf die Frage, ob er Ägypten und den Islam vor den Muslimbrüdern retten wolle, antwortete Sisi: “Natürlich“.

„Ihr deutet die gesellschaftliche Unstimmigkeit zu einer religiösen Unstimmigkeit um, das ist nicht zu akzeptieren habe ich ihnen gesagt“, so der ehemalige Oberkommandierende der ägyptischen Streitkräfte im Privatfernsehen.

Den ägyptischen Muslimbrüdern wirft er vor, die Regierungsform ändern zu wollen. Sie hätten die Justizbehörden blockiert und wollten die Verfassung und die Gesetze außer Kraft setzen, zitiert ihn die avrupagazete.

Er habe die drohende Gefahr von Mursi und seinen Anhängern erkannt und eigenständig gehandelt. Er habe ein Auseinanderfallen des Landes verhindern müssen. An diesen Tagen herrschte eine große Gefahr und die Mittel dagegen seien knapp gewesen (mehr hier). „Wenn das Volk über die Probleme des Landes nicht informiert wird, ist eine dritte Revolution nicht weit“, sagte Sisi.

Wenn alles nach Plan verlaufe, werde die Bevölkerung innerhalb von zwei Jahren eine Normalisierung spüren. Die Probleme des Landes seien nicht klein zu reden. Aber auch nicht ausweglos. Er lädt alle ein, die sich an einer Lösung beteiligen wollten.

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