Erinnerungen an 9/11: Museum in New York kurz vor der Eröffnung

Fast 13 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September wird in New York ein Museum voll mit Erinnerungen an diesen Tag eröffnet. Gut eine Dekade nahmen Planung und Umsetzung des Projekts tief unter dem „Ground Zero“ in Manhattan in Anspruch. Ab 21. Mai ist die Sammlung für die Öffentlichkeit zugänglich.

Diese Woche ist der Zutritt nur den Familienangehörigen der Opfer von 9/11 vorbehalten. Doch schon in der nächsten Woche kann die Öffentlichkeit die Sammlung mehrere Stockwerke unter dem „Ground Zero“ in Augenschein nehmen. Zu sehen gibt es eindrucksvolle Artefakte vom zerstörten Feuerwehrauto bis hin staubigen Lederschuhen, die in den Trümmern gefunden wurden.

Die Mixtur aus Denkmal und Museum wurde über acht Jahre konzipiert und zusammengetragen. Insgesamt waren rund 35.000 Personen involviert, darunter auch Angehörige von Opfern. Gezeigt werden neben Originalobjekten nun auch Audioaufzeichnungen zu einzelnen Ausstellungsstücken. Die Besucher bekommen so etwa Abschiedsanrufe von Eingeschlossenen oder Passagieren zu hören. Aber auch Mitschnitte aus den Cockpits der Unglücksmaschinen.

Während der Planungs habe es aber auch unzählige Streitigkeiten darüber gegeben, wie man den Tag, an dem fast 3000 Menschen ihr Leben verloren, am besten dokumentiert, so Reuters. Auch Vorsitz und Finanzierung, selbst der Ort an sich, standen auf der Kippe.

Geleitet werden soll das „September 11th Memorial Museum“ künftig vom einstigen Bürgermeister von New York, Micheal Bloomberg. Dem ehemaligen Stadtoberhaupt zufolge solle das Ganze ein Ort der Trauer, des Gebetes und der Erinnerung für die Angehörigen sein. Gleichzeitig helfe er aber auch beim Verständnis dessen, was damals passiert sei.

Das gesamte Projekt war rund 700 Millionen Dollar teuer. Mehr als die Hälfte davon wurde privat aufgebracht. Gut 250 Millionen steuerte der Staat bei.

Die feierliche Eröffnung will Präsident Barack Obama persönlich vornehmen.

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