„Falling Walls“: Studierende sollen sich kreativ mit „Freiheit“ auseinandersetzen

25 Jahre nach dem Mauerfall sollen sich nun Studenten aus ganz Europa mit diesem Jubiläum auseinandersetzen. Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ruft deshalb bis Ende August dieses Jahres zu einem entsprechenden Plakat-Wettbewerb auf. Im Zentrum der kreativen Auseinandersetzung steht der Freiheits-Gedanke in seinen verschiedenen Facetten.

Im Rahmen seiner zehnten Auflage des künstlerischen Wettbewerbs „geschichts-codes“ richtet sich die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur nun erstmals an Studierende aus ganz Europa. 25 Jahre nach den friedlichen Revolutionen in der DDR und den Staaten Ostmitteleuropas steht der Kreativwettbwerb unter dem Motto „Falling Walls“. Die jungen Leute sind aufgefordert, das Thema „Freiheit als europäische Herausforderung“ in Plakatentwürfen kreativ darzustellen.

Noch bis zum 31. August sind Studierende aller europäischen Hochschulen aufgerufen, eigene Plakate im DIN A1-Format zum Thema „Falling Walls“ einzureichen. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich dabei mit der Frage auseinandersetzen, was Freiheit angesichts der historischen Überwindung der Unfreiheit aus eigenen Kräften bedeutet“, so die Bundesstiftung. Im Zentrum sollten Gedanken stehen wie „Wie wirkt sich die geteilte europäische Geschichte auf unsere heutige Vorstellung von Freiheit aus? Wie stellt sich das Thema Freiheit angesichts der aktuellen ökonomischen und politischen Krisen in Europa dar? Was bedeutet Freiheit in Europa für die, die Unfreiheit erlebten und für die, die dies nicht erleben mussten?“ In der Umsetzung und Form der künstlerischen Auseinandersetzung sind die Studierenden frei. Auch Gruppenarbeiten sind möglich.

Das Jahr 1989 sei der Höhepunkt der europäischen Freiheitsgeschichte im 20. Jahrhundert, so die Bundestiftung weiter. Nicht nur die Menschen in der DDR hätten sich in der Friedlichen Revolution von der SED-Diktatur selbst befreien können. Die Menschen in ganz Ostmitteleuropa hätten sich gegen jahrzehntelange Fremdbestimmung und kommunistische Herrschaft aufgelehnt, die dort seit dem von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieg herrschte. Für viele Menschen sei heute ein Leben in Freiheit eine Selbstverständlichkeit und ein Leben in Unfreiheit und Diktatur kaum vorstellbar. Die Intention des diesjährigen Themas liegt somit auf der Hand:

„Erstmals können seit 1989/90 die Länder Europas in Freiheit und guter Nachbarschaft miteinander leben. Die Herausforderung des friedlichen Miteinanders stellt sich jedoch jeden Tag neu, ebenso wie die Herausforderung, Freiheit ‚zukunftssicher‘ zu machen angesichts der bestehenden ökonomischen und politischen Krisen in Europa.“

Den Siegern des Wettbewerbs, die von einer Jury unabhängiger Fachleute aus Kunst, Politik und Wissenschaft ausgewählt werden, winken Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro. Die Preisverleihung findet kommenden Dezember in Berlin statt.

Ausgewählte Beiträge sollen zu einer Wanderausstellung zusammengefügt und interessierten Einrichtungen der historisch-politischen Bildungsarbeit kostenfrei zur Verfügung gestellt sowie als Postkarten oder in Publikationen öffentlich präsentiert werden.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter:

www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wettbewerb2014

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