Hilfe für Hinterbliebene von Soma: Fußballstar Didier Drogba spendet eine Million Dollar

Das dramatische Minenunglück von Soma lässt auch die hiesige Fußballwelt nicht unberührt. Besonders hervor tut sich derzeit Didier Drogba. Der ivorische Fußballspieler, der seit Januar 2013 für Galatasaray Istanbul auflief, spendete den Hinterbliebenen der Opfer eine Million Dollar.

Der 36-jährige Fußballprofi tätigte die Millionenspende über seine Stiftung. Das Unglück in Soma habe ihn zutiefst berührt. Erst am Wochenende gab der Kapitän der ivorischen Nationalmannschaft bekannt, dass er seinen im Juni auslaufenden Vertrag mit Galatasaray nicht verlängern werde.

„Ich bin Goodwill-Botschafter der UNO. Ich werde alles tun, was ich kann, um den Menschen von Soma in der Türkei zu helfen“, zitiert das Portal Super Sport aus einer Erklärung des Fußballers von Montag. Dass seine Spende öffentlich geworden ist, soll dem Sportler allerdings alles andere als recht gewesen sein. Schließlich gehe es in einer solchen Situation nicht um Eigenwerbung. Erst am Sonntag erklärte Didier Drogba, dass er seinen türkischen Verein verlassen werde. Das Spiel gegen Kayseri Erciyesspor in der Türk Telekom Arena am Samstag sollte sein letztes gewesen sein. Wie seine sportliche Zukunft nun aussieht, ist bislang nicht klar.

Das Grubenunglück von Soma ist die bislang tödlichste Industriekatastrophe in der Geschichte der Türkei (mehr hier). Am Montag stattete auch der Vorstand des türkischen Fußballverbands und die türkische Fußball-Nationalmannschaft den Gräbern in Soma einen Ehrenbesuch ab. Vorstand und Spieler sprachen den Hinterbliebenen ihr Beileid aus, beteten und legten Blumen nieder.

Während des gesamten Wochenendes wurde bei verschiedenen Begegnungen in der Türkei den 302 Todesopfern gedacht. So betraten die Galatasaray-Spieler am Samstag das Feld zunächst mit Sicherheitshelmen. Andernorts ließen Fans einschlägige Banner am Spielfeldrand sprechen. Es gab Schweigeminuten und persönliche Zeilen, etwa vom türkischen Fußballkommentator und Ex-Fußballspieler Tümer Metin, der selbst als Sohn eines Minenarbeiters aufgewachsen ist.

Auch in der türkischen Geschäftswelt ist die Welle der Hilfsbereitschaft groß. Viele Unternehmen unterstützen die Betroffenen vor Ort mit Hilfsgütern und technischen Mitteln. Die größte Hilfe kommt von den Finanzinstituten und Kommunikations-Unternehmen (mehr hier).

Speziell die Waisen nach der Minenkatastrophe hat hingegen die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) im Blick. Wie der Vorsitzende Bulent Yildirim ankündigte, wolle man Helfen, den Kindern eine Schul- und Universitätsausbildung zu ermöglichen. Kontakt zu ihnen wolle man halten, bis sie verheiratet bzw. in einem Arbeitsverhältnis seien, berichtet das Nachrichtenportal Worldbulletin.

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