„Freedom Express“: Jugendliche sechs europäischer Länder auf den Spuren von 1989

Die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur sucht derzeit bis zu 20 Teilnehmer, die sich noch diesen Sommer auf eine Reise quer durch Europa begeben wollen. Mit dem so genannten „Freedom Express“ sollen sich die jungen Leute auf die Spuren der Friedlichen Revolutionen des Jahres 1989 begeben. Per Bus geht es dann im August von Danzig bis Prag und schließlich nach Berlin.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur hält Ausschau nach europäischen Studierenden, Künstlern und Kreativen, die sie ab dem 29. August auf eine Tour an historische Orte in fünf Ländern Ostmitteleuropas und Deutschlands entsenden können.

Startschuss der Reise ist in der polnischen Hafenstadt Danzig. Von dort aus geht es weiter über Warschau, Budapest, Timisoara (Rumänien), Sopron (Ungarn) und Bratislava bis nach Prag. Ihren Abschluss findet das Unternehmen im Rahmen einer dreitägigen Veranstaltung vom 11. bis 14. September in der deutschen Hauptstadt Berlin.

Wer am Ende in den Bus steigt, steht bisher noch nicht fest: Bis zum 30. Juni 2014 können sich alle Interessierten zwischen 18 und 28 Jahren für einen Platz im „Freedom Expressbewerben. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt dann durch eine international besetzte Jury.

„An den Stationen des ‚Freedom Express‚ wird mit Aktionen, Straßenkunst und einer Multimedia-Ausstellung an die Geschichte der Selbstbefreiung der ehemaligen Ostblockstaaten erinnert“, informiert hierzu die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur. Initiiert wurde das Vorhaben gemeinsam mit dem Europäischen Netzwerk Erinnerung und Solidarität, dem Nationalen Kulturzentrum in Polen und dem Institut für die Erforschung der Geschichte der Transformation in Budapest. Unterstützt wird das Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem polnischen Außenministerium, dem ungarischen Ministerium für Personalwesen, dem slowakischen Kulturministerium und dem polnischen Ministerium für Kultur und Nationales Erbe

Das Projekt wird auch von einer eigenen Facebook-Seite namens „Made in 89“ begleitet. Die derzeit fast 2000 Anhänger können hier Erlebnissen und Ereignissen des Revolutionsjahres 1989 in Polen, Ungarn, der damaligen Tschechoslowakei, Rumänien, der DDR und den ehemaligen Sowjetrepubliken nachspüren. „Die Seite richtet sich vor allem an diejenigen, die abgehörte Telefongespräche, Milchbars und staatliche Fernsehkanäle nur aus Erzählungen kennen“, erklärt die Bundesstiftung.

Auf den Weg machen wollen sich diesen August übrigens auch gut 400 Pfadfinder. 25 Jahre nach dem Mauerfall soll nämlich auch eines der größten ehrenamtlichen Projekte des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) in die Tat umgesetzt werden. Das Ziel des interkonfessionellen und überparteilichen Vereins: Via ScoutingTrain sollen 400 Pfadfinder die nächsten 25 Jahre ohne Mauer einläuten. Ihre Vision ist klar umrissen: Ein reales, gelebtes Netzwerk von jungen EuropäerInnen.  Mit einem Sonderzug wollen sie auf der Strecke der Tanssibirischen Eisenbahn von Berlin nach Irkutsk fahren (mehr hier).

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