Filmfestspiele in Cannes: „Kış Uykusu“ gewinnt Goldene Palme

Der türkische Filmregisseur Nuri Bilge Ceylan hat bei den Filmestspielen in Cannes abgeräumt. Sein Drama „Kış Uykusu“ („Winterschlaf“) erhielt die Goldene Palme. Der Film handelt über einen Hotelbesitzer, der manchmal despotisch und gerecht und manchmal ungerecht und gefühlvoll auftritt.

Bei den 67. Internationalen Filmfestspielen in Cannes hat der türkische Film „Kış Uykusu“ („Winterschlaf“) die Goldene Palme erhalten. Der Regisseur Nuri Bilge Ceylan zeigte sich überrascht über die Ehrung.

„Das ist für mich eine große Überraschung. Dieses Jahr feiern wir das 100-jährige Jubiläum des türkischen Kinos. Was für ein schöner großer Zufall. Ich widme diesen Preis allen verstorbenen Bergbauarbeitern und den jungen Menschen, die im Laufe des vergangenen Jahres ihr Leben gelassen haben“, zitiert The Denver Post Ceylan. Damit nahm Ceylan einen Bezug auf die Gezi Park-Proteste.

Der Film handelt von dem despotischen Hotelbesitzer Aydın, der zuvor ein Schauspieler gewesen ist. Es werden zwei Seiten ein und derselben Person gezeigt. In den Dialogen zeigt sich der Mann manchmal gefühlvoll, gerecht und ehrlich und manchmal gefühlskalt und herablassend.

„Was ist geschehen? Bin ich ergreist oder verrückt geworden? Oder bin ich ein anderer Mensch geworden? Du kannst über mich denken, was immer du willst!“, sagt Aydın in einem Monolog.

Nuri Bilge Ceylan wurde 1959 in Istanbul geboren. Er erhielt 2002 und 2011 zwei Große Preise der Jury in Cannes. Damals wurden die Filme „Uzak – Weit“ und „Once upon a time in Anatolia“ ausgezeichnet.

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