Ford eröffnet neues Werk in der Türkei

Der amerikanische Autohersteller Ford wird zwei neue Modelle in der Türkei herstellen. Das Projekt geht aus dem Joint Venture mit der türkischen Koç Holding hervor. Bei der Eröffnungsfeier eines neuen Autowerks war auch Premier Tayyip Edoğan zu Gast.

Ford Otosan eröffnete vergangene Woche ein neues Werk in Yeniköy. Vorstandsvorsitzender der Ford Motor Company Bill Ford und Koç-Vorstand Ali Y. Koç präsentierten ihr neu errichtetes Werk nördlich von Istanbul.

Das Nutzfahrzeug Ford Transit Courier und das Einstiegsklasse-PKW Ford Tourneo Courier werden an den Fließbändern gefertigt. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen für diese Anlage 511 Millionen Dollar.

„Ford Otosan ist eines der langlebigsten und erfolgreichsten Joint Ventures in der globalen Autoindustrie und der heutige Tag markiert einen wichtigen Meilenstein in dieser Partnerschaft“, sagte Bill Ford. Ali Y. Koç erwähnte ebenfalls die 55-jährige Zusammenarbeit zwischen Ford Motors Company und Koç Holding. Die Produktion von zwei neuen Modellen sei eine „wichtige Möglichkeit, um in Zukunft zu wachsen und zu blühen“, fügte Koç hinzu.

Die neuen Modelle seien von 500 Ingenieuren aus dem Bereich Forschung und Entwicklung entwickelt worden, berichtet Automotive World. 1.300 weitere Ingenieure waren ebenfalls daran beteiligt.

Neben weiteren Mitgliedern der Koç Familie, war auch Regierungschef Tayyip Erdoğan unter den Gästen. Gegen Unternehmen, die in sein Land investierten, hege er keinen Groll. „Hunderte von Arbeitern werden dort ausgebildet. Die Investition ist groß. Aus diesem Grund musste ich dahin gehen“, zitiert ihn Son Dakika.

Die 70.000 qm² große Anlage ist der dritte Standort von Ford Otosan in der Türkei (mehr hier). 110.000 Fahrzeuge sollen jährlich über die Fließbänder gehen und in 46 Staaten geliefert werden.

Durch neue Investitionen und dem damit verbundenen Exportanstieg profitiert die türkische Wirtschaft signifikant. Zuletzt war ein Rückgang von ausländischen Investitionen zu verzeichnen (mehr hier). Zudem kann die Türkei mit steigenden Ausfuhren ihr Handelsbilanzdefizit ausgleichen (mehr hier).

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