Türkei wirbt um Investitionen aus Arabischen Ländern

In Istanbul fand das Türkisch-Arabische Wirtschaftsforum statt. Politik und Wirtschaftsleute diskutierten über die zukünftige Zusammenarbeit. Die Araber sehen die Türkei als Tor nach Europa.

Das neunte türkisch-arabische Wirtschaftsforum fand am Mittwoch und Donnerstag in Istanbul statt.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde über die wirtschaftlichen Herausforderungen nach dem Arabischen Frühling gesprochen. Die Teilnehmer diskutierten über notwendige Maßnahmen um Investitionen in der Türkei vorzunehmen. Der Fokus lag dabei auf den Banken- und Immobiliensektor.

Türkei als Brücke zum Rest der Welt

Der türkische Finanzminister Mehmet Şimşek präsentierte sein Land als Brücke zu den großen Märkten. Diese Brücke bestehe zum Mittleren Osten und Nordafrika also auch im Handel zwischen Ost-West und Nord-Süd. Istanbul entwickle sich zur Welthauptstadt. Die Türkei habe entscheidende wirtschaftliche Reformen durchgeführt, so Şimşek. Die politische Stabilität sei dabei ein entscheidender Faktor gewesen. Der Nahost und Nordafrika könnten ihre Arbeitslosigkeit mit wirtschaftlichen Reformen ebenfalls bekämpfen, zitiert ihn World Bulletin.

Türkischer Finanzminister: „Vereint stehen wir, getrennt fallen wir“

Der jordanische Finanzminister Ummaya Toukan lobte die Türkei als internationalen Handelsmarkt. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der Arabischen Welt verbessere sich kontinuierlich. Die arabischen Länder benötigten die Türkei als „finanziellen Drehkreuz nach Europa und andere Teile dieser Erde“, so Toukan. Trotz der politischen Probleme in den arabischen Ländern, glaube er weiterhin an ein wirtschaftliches Wachstum.

Finanzminister Şimşek sagte weiter, dass die Inflationsrate in der Türkei fallen werde. Grundsätzlich kommentiere er nicht die Geldpolitik der Zentralbank. Doch glaube er daran, dass die Zentralbank das Beste für die Türkei tue.

Der geplante Flughafen in Istanbul solle der größte der Welt werden, so der Finanzminister. Dies werde Istanbul noch attraktiver machen. 100 Millionen Passagiere würden so jedes Jahr zum Flughafen gelangen. Zurzeit wurde dieses Bauvorhaben jedoch von einem Gericht bis auf eiteres gestoppt (mehr hier).

QInvest arbeitet bereits gemeinsam mit der Türkei an Geschäftsmöglichkeiten. Das islamische Finanzinstitut sieht in der Türkei eine Schlüsselrolle für das weltweite Wachstum auf dem Finanzgebiet (mehr hier), berichtet Business Standard. Die makroökonomischen Entwicklungen und Investitionen wurden auf dem Wirtschaftsforum besprochen.

Can Güclü, QInvest-Chef und Podiumsgast bei der Veranstaltung, sagte: „Wir erwarten eine wichtige Rolle in den Scharia-konformen Finanzaktivitäten zu spielen.“ Das Wachstum auf dem Markt sei beflügelt durch die steigende Nachfrage nach Islamischen Finanzlösungen in der Türkei, so Güclü.

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