Weltbank: Weiterhin positive Entwicklung der türkischen Wirtschaft

Die Weltbank hat einen Bericht über die türkische Wirtschaft veröffentlicht. Die Türkei habe sich zu einem einkommensstarken Land Entwickelt. Dies liege besonders an dem konkurrenzfähigen Exportmarkt.

Weltbank Landesdirektor für die Türkei, Martin Raiser, hat einen Artikel mit dem Namen „Vom Handel zu hohen Einkommen: Neue Firmen, Neue Produkte, Neue Märkte“ aufgesetzt. Darin behandelt er die ökonomischen Perspektiven der Türkei und die Rolle der Exporte, um eine einkommensstarke Gesellschaft zu werden. In dem Artikel behauptet Raiser, dass ein konkurrenzfähiger Exportsektor eines der Mittel zu hohen Einkommen sei.

Die Politik setzt auf den Export

Die politischen Entscheidungsträger wüssten um die Wichtigkeit der Exporte für die wirtschaftliche Entwicklung. Aus diesem Grund stärkten sie die Konkurrenzfähigkeit der Exporte (mehr hier). Damit kämen sie ihrem Ziel, bis 2023 unter die zehn wirtschaftsstärksten Staaten zu kommen, näher.

Raiser stellt die Frage: Wie hoch sind die Chancen auf Erfolge? Die Türkei sei in der letzten Dekade relativ erfolgreich gewesen. Dazu wertete er statistische Daten aus: Die Exporte seien in den 2000ern jährlich um durchschnittlich 15,3 Prozent gestiegen- doppelt so viel wie in den anderen OECD-Ländern. Sechs Prozentpunkte über dem Weltmarkt und nur vier unter dem von China. Der Anteil der Türkei am globalen Weltmarkt sei zwischen 2002 und 2009 um 60 Prozent gestiegen (von 0,53 auf 0,82 Prozent).

Raiser hebt hervor, dass die Türkei ihre Exportmöglichkeiten gebessert und die Qualität ihrer Produkte verbessert habe. Dies sei jedoch nur mit der Handelsintegration mit Europa möglich gewesen, zitiert ihn Sabah Daily News. Besondere Auswirkung auf diese Entwicklung habe dabei die Zollunion zwischen der Türkei und der EU gehabt (mehr hier). Der Wegfall von tariflichen und nicht-tariflichen Kosten habe einen signifikanten Einfluss auf die Modernisierung der türkischen Industrie gehabt. Dadurch sei der Export in Drittländer gestiegen. Zu den neuen Märkten gehörten der Mittle Osten und Afrika. Derzeit wirbt die Türkei um Investitionen aus diesen Regionen (mehr hier).

Neue Exportmärkte bedeuten höhere Einkommen

Die erfolgreiche Vielfalt auf dem Markt habe die Türkei damit erreicht, indem sie „europäische Qualität zu türkischen Preisen“ verkauft habe. Mit der Nähe zum größten und anspruchsvollsten Markt könne die Türkei nun weiter hohe Einkommen generieren.

Der Bericht der Weltbank fördert noch etwas Weiteres zu Tage: Das Wachstum wäre sogar höher ausgefallen, wenn das Land aus einer größeren Produktvielfalt hätte schöpfen können. Während man vom niedrigen auf mittlerer Wachstumsebene aufgestiegen sei, sei man nicht auf den am schnellsten wachsenden Märkten präsent gewesen. Der Türkei rät der in Kiel studierte Raiser weiterhin in hochwertigere und schneller wachsende Märkte einzusteigen. Zudem müssten sich mehr Unternehmen am Exportmarkt beteiligen.

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