Buhlen um ausländische Studierende: Türkei will zum internationalen Hotspot werden

Mit neuen Bildungsangeboten versucht die Türkei mehr Studierende aus dem Ausland anzuziehen. Ihre Zahl ist bereits in den letzten Jahren rasant gestiegen. Der Bildungsstandort Türkei soll insgesamt noch attraktiver werden.

Die Türkei will in den Ausbau ihrer Bildungsangebote an den Hochschulen investieren, um für mehr internationale Studierende zu werben. Die Zahl der nicht-türkischen Studierenden hat sich in den vergangenen drei Jahren bereits mehr als verdoppelt.

Mit ihrem neuen Programm „Studieren in der Türkei“ wolle das Land zur internationalen Marke im Bildungswesen aufsteigen. Dies kündigte ein hoher Bildungsverantwortlicher auf einer internationalen Bildungskonferenz in San Diego am 30. Mai an.

Leiter des Hochschulrates Gökhan Çetinsaya sagte, dass die Türkei einen großen Aufwand betreibe, um die Markenführung und Institutionalisierung der Universitäten voran zu bringen. Durch Austauschprogramme sollen so mehr ausländische Studierende angezogen werden.

„2011 waren fast 30.000 internationale Studierende in der Türkei“, so Çetinsaya auf der Konferenz vom Bund der Internationalen Lehrer (NAFSA). Diese Zahl sei nun auf 70.000 gestiegen, zitiert ihn Hürriyet Daily News. Der Bildungsbeauftragte hob die Wichtigkeit des „Multikulturalismus“ und des Standortes für die Türkei hervor.

Die Türkei nahm vergangenes Jahr mehr als 10.000 Studierende durch das ERASMUS-Programm der EU auf. Zuletzt wurde auch eine Nachfolge-Kooperation unterzeichnet (mehr hier). 2012 wurde das weltweite Austauschprogramm MEVLANA gegründet. Türkische Studierende bilden in den USA die zehntgrößte Studierendengruppe.

Schon 2012 befanden sich einem aktuellen Bericht von URAP, dem so genannten University Ranking by Academic Performance Research Laboratory, zufolge,unter den Top 500 der weltweit besten Universitäten auch zehn türkische Institute (mehr hier).

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