Fußball-WM in Brasilien: Kuwait will 250.000 Korane verteilen

In wenigen Tagen geht es los: Dann steht nicht nur Brasilien, sondern die ganze Welt im Zeichen des runden Leders. Vom 12. Juni bis 13. Juli findt in Südamerika die Fußball-Weltmeisterschaft statt. Kuwait will das Mega-Ereignis jedoch auch für religiöse Zwecke nutzen. Geplant ist die Verteilung von nicht weniger als einer Viertelmillion Heiliger Schriften.

Das kuwaitische Awqaf Ministerium hat angekündigt, 250.000 kostenlose Kopien des Heiligen Korans während der Fußball-WM in Brasilien zu verteilen. Angeboten werden sollen die Ausgaben gleich in mehreren Sprachen und verschiedenen Austragungsstätten.

Die Heiligen Schriften sollen in Hotels, Stadien und anderen öffentlichen Orten auf Spanisch, Portugiesisch, Englisch und Französisch erhältlich sein, so das Nachrichtenportal Worldbulletin. Ausreichend potentielle Abnehmer für die Ausgaben scheint es zu geben. Immerhin treten Fußballteams aus 32 Nationen in Brasilien an. Und mit ihnen auch unzählige Fans. Gleich sechs Mannschaften sind übrigens weitgehend muslimisch geprägt: Algerien, Kamerun, Elfenbeinküste, Nigeria, Iran und das Team aus Bosnien-Herzegowina.

Neben den Übersetzungen des Korans wurde auch ein besonderer Reiseführer für muslimische Besucher namens „Salam (hello) Barazil“ gedruckt. Er hält unter anderem Tipps zum Thema Halal-Restaurants und Aktivitäten, informiert aber auch über die Geschichte des Islams in Brasilien und der muslimischen Kultur vor Ort. Die 32-seitige Broschüre wurde von der Union der islamischen Verbände Brasiliens in Zusammenarbeit mit der omanischen Botschaft in dem südamerikanischen Land veröffentlicht. Verteilt wurde sie an Fluglinien in islamischen und arabischen Ländern. Diese können das Booklet dann unter muslimischen Fluggästen, die auf dem Weg nach Brasilien sind, verteilen bzw. für sie bereitstellen.

Die geplante Verteilung der Koran stößt jedoch nicht bei allen auf Gegenliebe. So gebe es durchaus Bedenken, ob ein solches Vorgehen überhaupt mit den FIFA-Regeln überein gehe, so das Portal onislam. Schließlich verbiete das Reglement die Verteilung von religiösen Broschüren im Umkreis von fünf Kilometern der Städte, in denen der Wettbewerb ausgetragen werde.

Geplant sind Begegnungen in insgesamt zwölf Städten: Belo Horizonte, Brasilia, Cuiaba, Curitiba, Fortaleza, Manuas, Natal, Porto Alegre, Recife, Salvador, Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die 32 Teams kämpfen in acht Gruppen gegeneinander.

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