Türkei erhofft sich große Gewinne aus dem Shah Deniz Projekt

Die Türkei erhöht seine Investitionen für die Gasfelder in Aserbaidschan. Der türkische Energieminister erwartet bis 2019 die Ölproduktion zu verdoppeln. Durch das Projekt rechnet man mit Bruttoeinnahmen in Höhe von 27,8 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2041.

Auf einer Tagung sagte der türkische Energieminister Taner Yildiz, dass die Türkei vergangenes Jahr 265 Millionen Dollar durch das Shah Deniz Projekt in Aserbaidschan eingenommen hätte (mehr hier). Er erwarte, diese Zahl noch in diesem Jahr zu verdoppeln. Die staatseigene Erdölgesellschaft TPAO werde für 1,45 Milliarden Dollar zehn Prozent des Shah Deniz Konsortiums erwerben. Es ist eines der größten Erdgasvorkommen der Welt mit beinahe 1,4 Billionen Kubikmeter (mehr hier).

Am Freitag unterzeichnete die Türkei einen Vertrag mit Aserbaidschan. Dabei wurde der Anteil am Shah Deniz Gasvorkommen von neun auf 19 erhöht. Der Anteil an der Transanatolischen Gas Pipeline (TANAP) wurde ebenfalls von 20 auf 30 Prozent erhöht (mehr hier).

Dem Vertrag zufolge hat die Türkei das Recht auf einen 19-prozentigen Anteil der neun Milliarden Kubikmeter Erdgas am Shah Deniz Feld. Zudem hat das Land einen Anspruch auf 20 Prozent des geförderten Erdöls aus diesem Feld, berichtet World Bulletin.

Der türkische Energieminister startete ein Energie-Trainingsprogramm für die Energieeffizienz und Management gemeinsam mit der Türkisch-Internationalen Behörde für Zusammenarbeit und Entwicklung (TIKA). Ziel sei es, dass die Türkei zum Zentrum der Energieeffizienz werde.

20 Funktionäre aus 13 Ländern, darunter Iran, Ukraine, Aserbaidschan würden an diesem Trainingsprogramm im Juni teilnehmen, so das Blatt weiter.

Bislang schulte die Türkei 242 Funktionäre aus 25 Ländern im Umgang mit Energieeffizienz und Management in der Industrie in Zusammenarbeit mit TIKA.

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